Pfarrkirche St. Mauritius - Stein
Eigenschaften
Über Pfarrkirche St. Mauritius - Stein
Die Pfarrkirche St. Mauritius in Stein im Allgäu, einem Stadtteil von Immenstadt im Landkreis Oberallgäu in Bayern, ist eine geschichtsträchtige Sakralstätte mit gotischen Ursprüngen und barocker Ausstattung. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude zählt zu den ältesten Pfarreien des schwäbischen Oberlands und ist seit Jahrhunderten Zeuge kirchlicher und künstlerischer Entwicklung. Die Kirche gehört heute zum Dekanat Sonthofen im Bistum Augsburg.
Das Bauwerk selbst ist ein Saalbau mit einem eingezogenen Chor im Dreiachtelschluss. Die ältesten Bauteile stammen aus der Zeit um das Jahr 1200. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgebaut und erweitert. So entstand im 15. Jahrhundert auf der Südseite die Marienkapelle, die mit einem kunstvollen Retabel aus jener Zeit ausgestattet wurde. Ein gotischer Taufstein aus dem späten Mittelalter zeugt von der langen liturgischen Tradition des Ortes.
Das barocke Interieur der Kirche wurde im 18. Jahrhundert gestaltet, darunter prachtvolle Altäre und eine klassizistische Kanzel. Besonders erwähnenswert ist die kunstvolle Innenausstattung mit Deckengemälden des Malers Jakob Huwyler II. aus dem frühen 20. Jahrhundert sowie restaurierte Chor- und Langhausausmalungen. Die Sakristei, der Pfarrhof und weitere Räumlichkeiten wurden im Zuge verschiedener Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert erweitert und modernisiert.
Die Kirche St. Mauritius beherbergt zudem eine Familiengruft der Freiherren von Pappus-Tratzberg, die bis heute erhalten geblieben ist. Zahlreiche Stiftungen, darunter silberne Leuchter und kunstvolle Altarausstattungen, zeugen vom Engagement Gläubiger über die Jahrhunderte hinweg. Die Kirche ist sowohl wegen ihrer Architektur als auch wegen ihrer künstlerischen Ausstattung ein lohnendes Kulturdenkmal im Allgäu.