Lavabombe
Highlights
- Die Strohner Lavabombe wiegt fast 120 Tonnen und hat einen Durchmesser von fast 5 Metern.
- Sie entstand durch mehrmaliges Auf- und Abrollen in einem Vulkanschlot und klebte glühende Lavafetzen ein.
- 1969 löste sie sich aus 15 Metern Höhe im Steinbruch, 1980/81 zogen Strohner Bürger sie an ihren heutigen Standort.
Tipps
- Die Lavabombe ist gut ausgeschildert und frei zugänglich, nahe des Vulkanhauses Strohn.
- Wanderungen in der Strohner Schweiz bieten verschiedene Streckenlängen und Schwierigkeitsgrade.
- Bei nasser Witterung sollte gutes Schuhwerk getragen werden, da die Wege rutschig werden können.
Eigenschaften
Über Lavabombe
Die Lavabombe in Strohn ist eine bemerkenswerte geologische Formation und zählt zu den besonderen Denkmälern im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Mit einem Durchmesser von fast fünf Metern und einem Gewicht von rund 120 Tonnen stellt sie ein eindrucksvolles Zeugnis ehemaliger vulkanischer Aktivitäten in der Region dar. Die Kugel besteht aus erstarrter Lava und entstand durch einen natürlichen Prozess wiederholter Auf- und Abbewegungen während vergangener Vulkanausbrüche am Wartgesberg. Ursprünglich Teil des Kraters, wurde sie durch Steinabbrüche im 20. Jahrhundert freigelegt.
Ein besonderes Ereignis war ihr Absturz aus etwa 15 Metern Höhe während einer Sprengung im Steinbruch im Jahr 1969. Später, im Winter 1980/81, wurde sie von Strohner Bürgern mit einer Planierraupe über eine Eisplatte an ihren heutigen Standort gezogen. Die Entstehung der Lavabombe war lange rätselhaft, da die vulkanischen Kräfte der Eifel allein nicht auszureichen schienen, um ein so massives Objekt durch die Luft zu schleudern. Eine spätere wissenschaftliche Bohrung enthüllte jedoch, dass sich das Gesteinsstück während mehrerer Ausbrüche immer wieder im Vulkaninneren auf- und abwärts bewegte und dabei glühende Lavafetzen aufsammelte, die an seiner Oberfläche haften blieben.
Heute ist die Lavabombe ein fester Bestandteil des touristischen Angebots rund um das Vulkanhaus Strohn. Sie ist frei zugänglich und wird durch informative Tafeln erklärt, die ihre geologische Geschichte anschaulich darstellen. Die Umgebung lädt zu Wanderungen durch die nahegelegene Strohner Schweiz ein, ein landschaftlich reizvolles Gebiet mit gut ausgeschilderten Wegen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Parkplätze in unmittelbarer Nähe sowie das nahegelegene Vulkan-Café ergänzen das Besuchererlebnis. Die Stätte ist bei Gästen beliebt, was auch das hohe Bewertungsniveau widerspiegelt.
Die Lavabombe gilt als geowissenschaftlich bedeutsames Objekt und ist Zeugnis der vulkanischen Vergangenheit der Eifel. Sie vermittelt anschaulich, wie natürliche Prozesse im Laufe der Zeit außergewöhnliche Formationen hervorbringen können. Der Standort eignet sich sowohl für individuelle Besucher als auch für Gruppen und Schulklassen, die sich für Erdgeschichte und Vulkanismus interessieren. In Verbindung mit dem Vulkanhaus Strohn und weiteren regionalen Sehenswürdigkeiten bildet sie einen wichtigen kulturellen und naturkundlichen Anlaufpunkt im Landkreis Vulkaneifel.