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271

04157 Leipzig

Highlights

  • Das Gedicht 'Dunkel war’s, der Mond schien helle' stammt aus dem sächsischen Volksmund des 19. Jahrhunderts.
  • Es enthält zahlreiche Oxymora und widersprüchliche Aussagen, die schon im Titel beginnen.
  • Es existieren heute unzählige Varianten, die sich kaum noch einem einzigen Urheber zuordnen lassen.

Eigenschaften

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Der POI „271“ in Leipzig ist ein besonderer Ort für Kulturinteressierte. Er widmet sich der poetischen Welt des sächsischen Volksmundes und lädt dazu ein, die Verspieltheit und Sprachlust traditioneller Volkslieder und Gedichte hautnah zu erleben. Der Name selbst ist Programm: Er verweist auf eine Zahl, die in verschiedenen Deutungen und Reimformen vielfach interpretierbar bleibt – ganz im Sinne der paradoxen und widersprüchlichen Welt des Volksliedes. Der Schwerpunkt des Ortes liegt auf der kreativen Auseinandersetzung mit dem sogenannten Scherzgedicht „Dunkel war’s, der Mond schien helle“, das sich im Laufe der Jahre zu einem Klassiker der deutschen Volksliteratur entwickelt hat. Obwohl die genaue Herkunft des Gedichts ungeklärt ist, wird es dem sächsischen Raum zugeschrieben. Es zeichnet sich durch seine sprachliche Raffinesse aus – geprägt von Oxymora, Widersprüchen und einer gewissen absurden Logik, die zum Schmunzeln einlädt und gleichzeitig die Liebe zur deutschen Sprache feiert. Besucher*innen erfahren an diesem Ort mehr über die Entwicklung und Variantenvielfalt dieses Gedichts, das in unterschiedlichsten Fassungen kursiert. Frühe Versionen beginnen mit „Finster war’s“, während neuere Varianten moderne Elemente wie das Auto anstelle des Wagens einführen. Die Figuren des blonden Knaben, der alten Schachtel oder des toten Hasen sind fester Bestandteil vieler Strophen und laden zur spielerischen Deutung ein. Auch die sprachlichen Verwandlungen – etwa von „Butterstulle“ zu „Butterbrot“ – zeigen, wie lebendig und wandelbar Volkskultur ist. Der POI eignet sich besonders für Besuche, die intellektuelle Neugier wecken und einen Bezug zur Umgebung sowie zur regionalen Identität herstellen. Die poetischen Elemente des Ortes spiegeln sich in der Gestaltung des Geländes wider, das sowohl Raum für Ruhe als auch für kreative Auseinandersetzung bietet. Ob einzeln oder in der Gruppe – ein Besuch lohnt sich für alle, die Freude an Sprache, Kultur und der Besonderheit Sachsens haben. „271“ ist mehr als nur ein Ort – es ist ein kulturelles Erlebnis, das zum Verweilen und Nachdenken einlädt.

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