Muschelkalkmuseum
Highlights
- Das Muschelkalkmuseum in Ingelfingen zeigt fossile Meeresbewohner der Triaszeit aus Deutschland, Frankreich und Polen.
- Eine Spezialausstellung präsentiert Seelilien und Stachelhäuter aus China sowie die Stammesgeschichte der Seeigel.
- Das Museum verfügt über rund 50.000 Exponate und eine umfangreiche Bibliothek zur Geologie und triassischen Fauna.
Tipps
- Fuehrungen durch den Sammler persoenlich buchbar
- Parkplatz begrenzt, frueh anreisen empfohlen
Eigenschaften
Kultur-Ausflug ins Muschelkalkmuseum Ingelfingen entdecken
Das Muschelkalkmuseum in Ingelfingen ist ein faszinierendes geologisches und paläontologisches Museum im Herzen des Hohenlohekreises in Baden-Württemberg. Es widmet sich der Erdgeschichte der Region und insbesondere der Triaszeit, als weite Teile Mitteleuropas vom Muschelkalkmeer bedeckt waren. In der Dauerausstellung werden die einzigartigen Bedingungen dieser Ära sowie die fossilen Überreste ihrer Bewohner anschaulich präsentiert. Zu den Exponaten zählen unter anderem Seelilien und Panzerlurche, die vor Millionen von Jahren in den warmen Gewässern lebten. Die Funde stammen hauptsächlich aus Deutschland, Frankreich und Polen, ergänzt durch spezielle Schautafeln und Objekte aus China sowie zur Stammesgeschichte der Seeigel. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der geologischen Entwicklung des Kochertals, das durch seine markanten Schichten des Muschelkalks geprägt ist. Die Ausstellung verdeutlicht, wie der Fluss Kocher im Laufe der Jahrhunderte tief in verschiedene Gesteinsschichten eingeschnitten hat und so ein beeindruckendes Profil von Oberem, Mittlerem und Unterem Muschelkalk freigelegt hat. Die harten Schichten am oberen und unteren Ende führen zu steilen Hängen, während der weichere mittlere Teil durch Auswaschung eine sanftere Topografie bildete. Diese geologischen Besonderheiten prägten auch den lokalen Weinbau: Muschelkalkbrocken wurden traditionell zu Steinriegeln und Lesesteinhäufen zusammengestellt, die bis heute typisch für die fränkische Weinlandschaft sind. Das Museum verfügt über ein umfangreiches Magazin mit rund 50.000 Einzelstücken und zeigt nicht nur Fossilien und Gesteine, sondern auch Exponate zur historischen Bohrtechnik. Eine tiefe Bohrung bei Ingelfingen offenbarte eine Gesteinsschichtenfolge bis in eine beträchtliche Tiefe – ein wertvoller Einblick in die geologische Vergangenheit der Region. Die Ausstellungsfläche wurde erweitert und umfasst nun rund 600 Quadratmeter, auf denen auch die bedeutende Sammlung von Werner Kugler, bekannt als „Saurierkönig“, präsentiert wird. Unterstützt wird das Museum von der Alberti-Stiftung der Hohenloher Muschelkalkwerke sowie der Stadt Ingelfingen und dem Gründer Hans Hagdorn. Seit 1996 befindet sich das Muschelkalkmuseum in der Inneren Kelter, einem historischen Gebäude im Zentrum von Ingelfingen. Die zielgruppengerechte Gestaltung der Ausstellungen macht es sowohl für Familien als auch für naturwissenschaftlich Interessierte zu einem lohnenswerten Ausflugsziel. Mit seinem informativen und vielseitigen Angebot rund um Geologie, Paläontologie und Regionalgeschichte ist das Museum ein wichtiger kultureller Anlaufpunkt in der Region und erfreut sich bei Besucherinnen und Besuchern großer Beliebtheit.
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Häufige Fragen zu Muschelkalkmuseum
Wo befindet sich das Muschelkalkmuseum in Ingelfingen?
Quelle: wikipedia
Welche Themen behandelt die Dauerausstellung im Muschelkalkmuseum?
Quelle: wikipedia
Welche besonderen geologischen Merkmale des Kochertals werden im Museum dargestellt?
Quelle: website
Wie viele Exponate lagert das Muschelkalkmuseum in seinem Magazin?
Quelle: wikipedia