arme Frau
Highlights
- Die Blaue Scheune in Vitte auf Hiddensee zeigt Werke des Malerehepaars Günter und Helga Fink.
- Ehemals Atelier und Wohnhaus, ist das Gebäude heute ein Kunstmuseum mit wechselnden Ausstellungen.
Tipps
- Das ehemalige Wohnhaus des Malers Günter Fink zeigt wechselnde Ausstellungen regionaler Künstler und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.
- Eintritt frei, Spenden erwünscht – ideal für einen kurzen kulturellen Zwischenstopp im Urlaub.
- Das Gebäude beherbergt auch Werke von Mitgliedern des Hiddenseer Künstlerinnenbundes sowie historische Möbel und Kunstdrucke.
Eigenschaften
Über arme Frau
Die „Arme Frau“ ist ein kultureller Höhepunkt auf der Insel Hiddensee, genauer gesagt in Vitte, und zählt zu den besonderen Ausflugszielen in der Region Vorpommern-Rügen. Ursprünglich als Wohnhaus und Atelier des Künstlerpaares Günter und Helga Fink genutzt, beherbergt die sogenannte Blaue Scheune heute ein kleines, feines Kunstmuseum, das sowohl kunsthistorisch als auch regional von großer Bedeutung ist. Die Besonderheit dieses Ortes liegt nicht nur in seiner architektonischen Eigenständigkeit, sondern auch in der künstlerischen Tradition, die hier über viele Jahrzehnte gepflegt wurde.
Die Blaue Scheune erhielt ihren Namen durch die Malerin Henni Lehmann, die das Gebäude in den 1920er Jahren erwarb und es in einem markanten Blau strichen ließ. Damals diente es als Galerie und Treffpunkt für Künstlerinnen und bildende Schaffende der Insel. Später wurde es von Elisabeth Niemeier übernommen, die es weiterhin als kulturellen Ort nutzte. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Günter Fink das Gebäude und wandelte es in ein Wohn- und Arbeitsatelier um. Seit seinem Tod wird die Scheune als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzt, in dem regelmäßig wechselnde Schauen regionaler und überregionaler Künstler stattfinden.
Besucher erwarten in der Blauen Scheune nicht nur Gemälde und Werke von Günter und Helga Fink, sondern auch Arbeiten weiterer Künstler, die mit Hiddensee verbunden sind. Das Innere des Hauses ist weitgehend ursprünglich erhalten geblieben und vermittelt einen authentischen Eindruck von der Lebens- und Arbeitswelt der Künstler. Neben den Bildern sind auch historische Möbel und andere kunsthandwerkliche Objekte zu sehen, darunter auch ein alter Polyphon, der den Besuch zu einer Reise in die Vergangenheit macht. Die Atmosphäre des Ortes, gepaart mit der ruhigen Lage in Vitte, lädt zum Verweilen und Innehalten ein.
Die Blaue Scheune ist ein Ort der Begegnung von Kunst, Geschichte und Natur – typisch für die Insel Hiddensee. Sie steht für die langjährige Tradition der Insel als Inspirationsort für Künstlerinnen und Künstler und ist ein lebendiges Zeugnis der kulturellen Entwicklung der Region. Der Eintritt ist frei, lediglich eine freiwillige Spende wird erwünscht, was den Zugang zu dieser Sehenswürdigkeit besonders einladend macht. Die Scheune ist an mehreren Tagen in der Woche geöffnet, wobei individuelle Führungen bei Bedarf telefonisch vereinbart werden können.
Als kulturelles Juwel inmitten der Insel Hiddensee ist die „Arme Frau“ – wie die Blaue Scheune auch genannt wird – ein absolutes Muss für alle, die sich für Kunst, Regionalgeschichte und die besondere Atmosphäre der ostdeutschen Inselwelt interessieren. Sie verkörpert den Geist einer Ära, in der Künstlerinnen und Künstler auf Hiddensee eine besondere Form der Freiheit und Inspiration fanden – und trägt diese bis heute in die Gegenwart.