Museum

Kirchenburgmuseum

An d. Kirchenburg 5, 97346 Iphofen

Highlights

  • Das Kirchenburgmuseum in Iphofen zeigt bäuerliche und handwerkliche Kultur im fränkischen Freilichtmuseum.
  • Gegründet 1975, nutzt es seit 1981 die historische Kirchenburg aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.
  • Zum Museum gehören ein Rathaus von 1557, eine Dorfschule von 1927 und ein barockes Gasthaus von 1790.

Tipps

  • Das Kirchenburgmuseum in Iphofen ist ein Freilichtmuseum mit historischen Gebäuden wie Rathaus, Gasthaus und Kirchenburg samt Dauerausstellungen zur regionalen Kulturgeschichte.
  • Ein Spaziergang durch den Ortskern lohnt sich, da neben der Kirchenburg auch andere Gebäude des ehemaligen Dorfzentrums in die Museumsführung einbezogen sind.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kirchenburgmuseum

Das Kirchenburgmuseum in Mönchsondheim, einem Ortsteil der Wein- und Kulturstadt Iphofen im Landkreis Kitzingen, ist ein einzigartiges Freilichtmuseum in Bayern. Es zeigt eindrucksvoll, wie das Leben in einem typischen fränkischen Dorf vor vielen Jahrzehnten aussah. Besonders bemerkenswert ist, dass alle historischen Gebäude „in-situ“, also an ihrem ursprünglichen Standort, erhalten geblieben sind und den Besucher in die Vergangenheit entführen. Der Mittelpunkt des Museums bildet die um 1688 erbaute Bonifatiuskirche, die als sogenannte Kirchenburg konzipiert wurde und umgeben ist von kleinen Gaden – typischen fränkischen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.

Die Entstehung des Museums reicht zurück vor die 1970er Jahre, als der Mainstockheimer Otto Beck begann, volkskundliche Objekte zu sammeln und enge Kontakte mit Mönchsondheim aufnahm. 1975 wurde der Verein „Fränkisches Bauern- und Handwerkermuseum Kirchenburg Mönchsondheim e. V.“ gegründet. Ein Jahr später stellten 26 Eigentümer von Gaden ihre Häuser der Stadt Iphofen unentgeltlich zur Verfügung. Seit 1981 dient die Kirchenburg als Museum und präsentiert heute unter anderem eine umfangreiche Dauerausstellung, die sich mit der Geschichte der Kirchenburgen, der Entwicklung des ländlichen Lebens sowie dem traditionellen Weinbau und Handwerk in der Region beschäftigt.

Zum Museumsensemble gehören weitere historische Gebäude, darunter das barocke Gasthaus „Zum Schwarzen Adler“ aus dem Jahr 1790, das mit originaler Innenausstattung in Stilrichtung der 1920er Jahre eingerichtet ist und heute für Sonderausstellungen genutzt wird. Daneben gibt es eine original erhaltene Kegelbahn aus dem Jahr 1909, eine einklassige Dorfschule aus dem Jahr 1927 sowie ein Rathaus aus dem 16. Jahrhundert mit einer historischen Gemeindebäckerei. Die ehemalige Hofstelle des Gasthauses zeigt eine umfangreiche Sammlung historischer Landwirtschaftsgeräte und veranschaulicht die bäuerliche Lebensweise vergangener Zeiten.

Das Museum begeistert durch seine liebevolle Gestaltung und die authentische Darstellung des Alltags im fränkischen Dorf. Besucher berichten von einem überraschend umfangreichen und detailreichen Erlebnis, bei dem man besonders die Weinbau-Ausstellung sowie die vielfältigen Exponate und informativen Beschreibungen schätzt. Neben den Themenführungen und wechselnden Sonderausstellungen lädt der vom Museum ausgehende vier Kilometer lange Zeit-Wandel-Weg dazu ein, die landschaftliche und kulturelle Entwicklung rund um Mönchsondheim zu entdecken.

Mit seiner einzigartigen Konzeption und der engagierten Pflege des kulturellen Erbes hat das Kirchenburgmuseum Mönchsondheim einen hohen kulturhistorischen Wert. Es ist nicht nur ein lohnenswertes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung und Vermittlung der regionalen Geschichte im Steigerwaldvorland.

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