Kirche/Kloster

St. Zeno

· St.-Zeno-Platz 1, 84424 Isen

Highlights

  • Die Stifts- und Pfarrkirche St. Zeno in Isen ist eine um 1200 erbaute dreischiffige Pfeilerbasilika mit romanischem Stufenportal.
  • Das Gebäude diente bis 1802 als Stiftskirche und wurde danach zur Pfarrkirche für Isen und Umgebung.
  • Sie gilt als eines der bedeutendsten romanischen Kirchenbauten Süddeutschlands und ist unter Denkmalschutz gestellt.

Tipps

  • Das romanische Stufenportal ist ein bedeutendes Denkmal der Spätromanik und sollte unbedingt besichtigt werden.
  • Die Kirche ist ein geschütztes Kulturgut und trägt das blaue Zeichen nach der Haager Konvention.
  • Ursprünglich Stiftskirche, dient sie heute als Pfarrkirche für Isen und Umgebung.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Zeno

Die Stifts- und Pfarrkirche St. Zeno in Isen im Landkreis Erding zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauten der Region und ist ein herausragendes Zeugnis der romanischen Architektur in Süddeutschland. Der Kirchenbau entstand um das Jahr 1200 als dreischiffige Pfeilerbasilika und orientierte sich dabei architektonisch am Freisinger Dom. Ursprünglich gehörte sie zum Kloster St. Zeno, das unter Bischof Erembert gegründet und später durch Bischof Joseph von Verona gefördert wurde, der auch in der Kirche begraben liegt. Nach der Auflösung des Klosters im Zuge der Säkularisation im Jahr 1802 wurde das Gebäude zur Pfarrkirche erhoben und dient seitdem den Gläubigen des Marktes Isen und der umliegenden Gebiete.

Das Bauwerk vereint verschiedene Epochen der Kirchenarchitektur: Der ursprünglich romanische Kern blieb erhalten, während später gotische, barocke und rokoko-Elemente hinzugefügt wurden. Besonders bemerkenswert ist das Stufenportal in der westlichen Vorhalle, das aus der Zeit um 1200 stammt und als eines der bedeutendsten romanischen Portale Süddeutschlands gilt. Es ist heute aufgrund seiner exzellenten Erhaltung und künstlerischen Qualität unter Denkmalschutz gestellt und trägt zudem das „Blaue Zeichen“ gemäß der Haager Konvention als Ausweis für geschütztes Kulturgut. Mehrfache Brände im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit führten zu Umbauten, wodurch sich gotische, barocke und schließlich rokoko-Elemente in der Ausstattung niederschlugen.

Im Zuge der barocken Umgestaltung im 17. und 18. Jahrhundert erhielt die Kirche unter anderem neue Stuckaturen sowie eine barocke Stichkappentonne. Zu den Künstlern, die an der Gestaltung beteiligt waren, zählten Meister der Wessobrunner Schule sowie der Bildhauer Christian Jorhan der Ältere aus Landshut. Im Rahmen des Historismus des 19. Jahrhunderts wurden einige barocke Ausstattungsstücke entfernt, darunter Deckenfresken, und durch historisierende Elemente ersetzt. Unter anderem entstand ein neuer Hochaltar und eine Kanzel im Stil der Gotik. Diese Veränderungen prägten das Erscheinungsbild der Kirche bis ins 20. Jahrhundert.

Heute steht die Kirche St. Zeno weiterhin im Zentrum des religiösen und kulturellen Lebens von Isen. Sie wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt und ist zudem ein geschätztes Ziel für Besucher, die sich für Architektur und Kirchengeschichte interessieren. Die Kombination aus romanischem Grundriss, späteren Bauelementen und kunsthandwerklichen Details macht sie zu einem wichtigen Kulturdenkmal im Erzbistum München und Freising. Die Kirche erhielt aufgrund ihrer architektonischen und kulturhistorischen Bedeutung eine hohe Bewertung in öffentlichen Bewertungsportalen und wird als eines der herausragenden Beispiele romanischer Baukunst in Bayern angesehen.

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