Burgruine Isenburg
Highlights
- Die Isenburg ist die zweitälteste Burgruine im Kreis Neuwied, erbaut um 1100 als Stammsitz der Herren von Isenburg.
- Auf 190 Metern Höhe thront die romanische Höhenburg am Zusammenfluss mehrerer Bäche im Westerwald.
- Seit 2005 engagiert sich der Förderverein für den Erhalt und die barrierefreie Zugänglichkeit der Ruine.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Zugang zur Burgruine.
- Ein barrierefreier Parkplatz direkt am Eingang erleichtert die Anreise und sichert ausreichend Stellplätze für Besucher.
- Die Lage auf einem 190 Meter hohen Bergvorsprung bietet weite Aussichten über das Tal und die umliegenden Wälder.
Eigenschaften
Burgruine Isenburg – Kulturdenkmal in Isenburg-Siedlung
Die Burgruine Isenburg ist eine der bedeutendsten historischen Stätten im Westerwald und zählt zu den ältesten Burganlagen im Kreis Neuwied. Errichtet auf einem etwa 190 Meter hohen Bergvorsprung oberhalb des Ortes Isenburg-Siedlung, thront sie majestätisch am Zusammenfluss der Bäche Ommels, Wiebels, Iserbach und Saynbach. Die strategisch günstige Lage machte sie einst zu einem wichtigen Machtzentrum der Region.
Die romanische Höhenburg wurde vermutlich um das Jahr 1100 von den Herren von Isenburg als Stammsitz ihrer Grundherrschaft errichtet. Das Geschlecht selbst wird bereits 1103 urkundlich erwähnt, wobei die Burg als Teil der Besitzungen der Abtei Fulda entstand. Über Jahrhunderte war die Anlage ein prägender Ort der regionalen Geschichte: Im 12. und 13. Jahrhundert beherbergte sie vier bedeutende Wohnhäuser – das isenburgische Haus, das Kobernhaus, das Haus Wied sowie das Frauen- oder Runkelsche Haus. Selbst im 17. Jahrhundert war die Burg noch bewohnt, doch nach 1625 erfolgte kein Wiederaufbau mehr, sodass sie allmählich verfiel.
Heute ist die Ruine ein Zeugnis mittelalterlicher Architektur und regionaler Geschichte. Der Förderverein Freundeskreis der Isenburg, seit 2005 aktiv, setzt sich für den Erhalt und die Wiederzugänglichkeit der Anlage ein. Die Burgruine bietet nicht nur einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit, sondern auch atemberaubende Aussichten über die umliegende Landschaft. Mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz ist sie zudem für alle Besucher leicht erreichbar.
Als zweitälteste Burg im Kreis Neuwied verbindet die Isenburg Geschichte, Natur und Kultur zu einem einzigartigen Erlebnis. Ob für Geschichtsinteressierte, Wanderer oder Familien – die Ruine lädt zum Verweilen und Staunen ein. Die Umgebung mit ihren malerischen Bachtälern und dem Westerwald-Hintergrund rundet den Besuch zu einem besonderen Ausflugsziel ab.