Denkmal/Gedenkstätte

Gedenkstätte Synagogengemeinde Unna

Buderusstraße 11, 59427 Unna-Massen

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Gedenkstätte Synagogengemeinde Unna

Die Gedenkstätte Synagogengemeinde Unna befindet sich im Stadtteil Unna-Massen im Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen. Sie ist Trägerin der liberalen jüdischen Gemeinde „haKochaw“, die im Jahr 2007 als Nachfolgerin der einstigen jüdischen Gemeinde gegründet wurde, die im Zuge der nationalsozialistischen Judenverfolgung 1942 erlosch. Die Gemeinde nutzt Räumlichkeiten im ehemaligen israelitischen Altersheim für Westfalen, die im Laufe der Jahre mehrfach umgebaut und zu einer Synagoge entwickelt wurden. Seit 2012 verfügt der Ort über eine eigene Torarolle und somit über einen zentralen Bestandteil einer jüdischen Gebetsstätte.

Die Gemeinde versteht sich als Teil der progressiven jüdischen Bewegung und fördert die Gleichberechtigung aller Geschlechter im religiösen Leben. Frauen und Männer sind gleichberechtigt in allen Funktionen vertreten, darunter auch in Führungspositionen wie der Rabbinerin und dem Kantor. Die Gemeinde ist seit 2021 eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und gehört verschiedenen überregionalen jüdischen Organisationen an. Neben dem religiösen Leben bietet die Gemeinde kulturelle Veranstaltungen an, zu denen auch Nicht-Jüdinnen und Nicht-Juden eingeladen sind, um den Austausch zwischen den Kulturen und Religionen zu fördern.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in der Region sowie auf integrativen und pädagogischen Angeboten. Der mit der Gemeinde verbundene Verein „Stern e.V.“ engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 2003 insbesondere in der Jugendhilfe und im Kampf gegen Antisemitismus und Diskriminierung. Im Rahmen der Sonntagsschule werden Projekte für jüdische Kinder angeboten, die den Erhalt der Sprache und Kultur fördern. Die Gemeinde pflegt zudem den jüdischen Friedhof in Unna-Massen, dessen älteste erhaltenen Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Besucher berichten von einer herzlichen Atmosphäre und der Offenheit der Gemeindemitglieder. Konzerte und Gedenkveranstaltungen tragen zur kulturellen Bereicherung der Stadt bei. Die Synagoge dient sowohl als Ort des Glaubens als auch als kulturelles Zentrum, das Brücken zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen und Kulturen schlägt. Die Architektur des Gebäudes spiegelt jüdische Traditionen wider und verleiht dem Ort eine besondere Würde.

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