Museum für Handwerk und Postgeschichte
Highlights
- Das Museum für Handwerk und Postgeschichte in Iserlohn zeigt die Entwicklung von Handwerk und Postwesen in der Region.
- Es präsentiert historische Werkstätten, Postkutschen, Telefonanlagen und Alltagsgegenstände aus drei Jahrhunderten.
- Die Ausstellung umfasst Schmuckherstellung, Schneiderei, Postdienste und eine Sammlung alter Kaffeemühlen.
Eigenschaften
Über Museum für Handwerk und Postgeschichte
Das Museum für Handwerk und Postgeschichte in Iserlohn befindet sich im ehemaligen Maste’schen Fabrikhaus am Fritz-Kühn-Platz in der Iserlohner Altstadt. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1999 präsentiert es auf drei Etagen umfangreiche Sammlungen zur regionalen Geschichte, mit Schwerpunkten auf Handwerk und Postwesen. Die Räumlichkeiten in der Stadt bieten ein anschauliches und vielschichtiges Bild der Entwicklung beider Bereiche im Märkischen Kreis und insbesondere in Iserlohn.
Die Abteilung Handwerk zeigt Werkzeuge, Arbeitsabläufe und Produkte aus rund zwanzig verschiedenen Berufen, darunter Schuhmacher, Goldschmiede, Schneider, Tischler und viele weitere. Thematische Schwerpunkte reichen von Werkstätten „Vom Keller bis zum Dach“ mit Tischlerei, Schlosserei und Schmiede über einen historischen Friseursalon und ein nostalgisches Badezimmer bis hin zu Exponaten der legendären Iserlohner Kaffeemühlen der Firma Kissing und Möllmann. Auch Metzger- und Bäckerhandwerk sowie die Hut- und Putzmacherei sind vertreten und ermöglichen einen anschaulichen Einblick in vergangene Lebenswelten.
Die Abteilung Postgeschichte widmet sich der Entwicklung des Postwesens in Iserlohn und der Grafschaft Mark. Dabei wird deutlich, wie eng die Post mit der lokalen Metallverarbeitung verknüpft war, die im 18. und 19. Jahrhundert stark aufblühte. Die Ausstellung umfasst historische Briefe, Stempel, Postkutschen sowie technische Errungenschaften wie Telefonvermittlungsanlagen, Wählscheibenapparate und Fernschreiber. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Telekommunikation, inklusive historischer Telefone und sogar eines frühen Mobilfunkgeräts. Persönlichkeiten wie Heinrich von Stephan, einer der Wegbereiter der Universalpost, werden ebenso gewürdigt wie die Rolle der Postlinie Berlin–Koblenz.
Das Museum vermittelt nicht nur durch Exponate, sondern auch durch lebendige Inszenierung und anschauliche Darstellungen ein tiefes Verständnis für die Verbindung von Handwerk und Kommunikation mit dem Alltag vergangener Generationen. Die dauerhafte Ausstellung wird durch zeitweilige Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzt, darunter Vorträge und Führungen. Letztere sind insbesondere für Gruppen nach vorheriger telefonischer Absprache möglich.
Der Eintritt ins Museum ist kostenlos. Gäste loben die Vielfalt und den informativen Charakter der Sammlung und betonen den hohen Besuchswert für alle, die sich mit der Geschichte Iserlohns und seiner Region auseinandersetzen möchten. Die Publikationen des Förderkreises Iserlohner Museen e.V. ergänzen das Angebot durch fachkundige Beiträge zur Heimatkunde des märkischen Raums.