Feringasee
Highlights
- Der Feringasee ist mit 32 Hektar die größte Badewasserfläche rund um München.
- Er entstand 1974–1976 durch Kiesabbau und ist heute ein beliebtes Erholungsgebiet mit Freizeitangeboten.
- Der See wird seit 1975 von der Wasserwacht Unterföhring betreut und ist ganzjährig nutzbar.
Tipps
- Rundweg von etwa 2,5 km ist ideal für Spaziergänge oder Radtouren, besonders auf der von der Autobahn abgewandten Seite.
- Baden ist nur im abgegrenzten südlichen Bereich erlaubt, die nördliche Zone dient Wassersport und Angeln.
- Die Halbinsel in der See-Mitte ist sehenswert und bietet einen schönen Ausblick, besonders bei klarem Wetter.
Eigenschaften
Über Feringasee
Der Feringasee liegt im Münchner Stadtteil Bogenhausen und zählt zu den größten Erholungsgebieten im Südosten der Stadt. Mit einer Wasserfläche von 32 Hektar ist er der See mit der größten Badefläche in unmittelbarer Nähe zu München. Das gesamte Erholungsareal umfasst rund 64 Hektar und bietet neben Bademöglichkeiten auch Sport-, Spiel- und Ruhezonen. Der See entstand in den Jahren 1974 bis 1976 als Baggersee durch Kiesabbau für den Autobahnbau. Ungewöhnlich für einen solchen See ist der vorhandene Ablauf im Nordwesten, der jedoch je nach Grundwasserspiegel trocken fallen kann.
Der Feringasee gliedert sich in verschiedene Nutzungsbereiche. Im südlichen Drittel befindet sich die offizielle Badezone, die während der Badesaison durch eine Bojenkette abgetrennt wird. Auf einer Halbinsel innerhalb dieser Zone liegt ein offizielles FKK-Gelände, das an manchen Wochenenden von tausenden Nacktbadern besucht wird. Im nördlichen Bereich ist eine Wassersportzone ausgewiesen, in der Windsurfen und Angeln erlaubt ist, jedoch kein Baden stattfindet. Ein kleiner Sandstrand mit direktem Zugang zur Wasserwacht ist vorhanden, wobei der Zustand des Seegrunds von einigen Besuchern als verbesserungswürdig wahrgenommen wird. Rund um den See verläuft ein etwa 2,5 Kilometer langer Rundweg, der sowohl für Spaziergänge als auch für Radtouren genutzt werden kann.
Die Erschließung des Sees erfolgt über einen Abzweig der Staatsstraße, der von der Effnerstraße sowie vom Föhringer Ring aus erreichbar ist. Von der nahegelegenen Bundesautobahn 99 gelangt man über die Anschlussstelle Aschheim/Ismaning zum See. Vor Ort stehen ausreichend gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist eingeschränkt, weshalb die Anreise mit dem Auto bevorzugt wird.
Seit 1975 wird der Feringasee von der Wasserwacht Unterföhring betreut. Während der Hochsaison sind ehrenamtliche Rettungsschwimmer an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz. Ein gastronomischer Betrieb im Nordosten des Sees bietet bayerische Speisen und Getränke an. Der Fischereiverein Fischwaid München hat zudem die Pacht des Gewässers übernommen und sorgt für dessen Bewirtschaftung. Gäste loben die ruhige Atmosphäre unter der Woche sowie die landschaftlich reizvolle Halbinsel in der See-Mitte, die einen sehenswerten Ausflugszielpunkt darstellt.
Der Feringasee ist ein Projekt des Erholungsflächenvereins und trägt als Naherholungsgebiet zur Freizeitgestaltung der Münchner Bevölkerung bei. In der näheren Umgebung befindet sich zudem die sogenannte „Soda-Brücke“, mittlerweile als Grünbrücke über die A99 umgenannt, sowie ein weiteres Gewässer, das als „zweiter Feringasee“ bekannt ist. Diese zusätzlichen Flächen und Verbindungen tragen zur landschaftlichen Vielfalt und Erholungsqualität des Areals bei.