Denkmal/Gedenkstätte

Historische Gleisreste Tram-Betriebshof 5 (1928-1977)

Freddie-Mercury-Straße 5, 80637 München

Highlights

  • Der Betriebshof wurde auf dem Gelände ehemaliger Artillerie-Werkstätten errichtet.
  • Die Anlage verfügte über zwei Wagenhallen für insgesamt 110 Dreiwagenzüge mit Werkstatt.
  • Ein Bahnanschluss bestand über das Industriegleis vom Güternordring bis kurz vor die Schleißheimer Straße.

Tipps

  • Die Besichtigung der historischen Gleisreste ermöglicht einen Einblick in die ehemalige Infrastruktur der Artillerie-Werkstätten.
  • Die Dokumentation der Typenvielfalt der Fahrzeuge bietet Informationen über die verschiedenen Umbauten und Nutzungen der Trambahnwagen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Historische Gleisreste Betriebshof 5 in München

Die historischen Gleisreste des Tram-Betriebshofs 5 in München sind ein bedeutendes Zeugnis der städtischen Verkehrsgeschichte. Die Anlage wurde auf dem Gelände der ehemaligen Artillerie-Werkstätten errichtet, wobei die Stadt bereits in den 1920er Jahren einen Teil der ehemaligen Deutschen Werke an der Äußeren Dachauer Straße erwerben konnte. Der Betriebshof war als Durchgangsbahnhof konzipiert, sodass sowohl die Ein- als auch die Ausfahrt an der Dachauer Straße lagen.

Die Anlage zeichnete sich durch eine großzügige Planung aus, die viel Platz für die Abstellung der Wagen sowie für die notwendigen Werkstattgleise bot. Das Areal umfasste zwei Wagenhallen, die insgesamt Platz für 110 Dreiwagenzüge boten, sowie eine integrierte Werkstatt. Nach Kriegsschäden wurden die Hallen bis in die späten 1940er Jahre weitgehend wieder eingedeckt, wobei das mittlere Hallenschiff (Halle 3) eine zentrale Rolle spielte.

Ein besonderes technisches Merkmal war der Bahnanschluss auf der Rückseite des Geländes. Dieser verband den Betriebshof über das Gaswerk an der Dachauer Straße und die Kasernengelände mit dem Industriegleis vom Güternordring, wobei die Verbindung bis kurz vor die Schleißheimer Straße reichte.

Die Bewahrung dieses Erbes wird heute durch die Arbeit von Fachleuten und Vereinen unterstützt. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv München sowie dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv und dem Staatsarchiv München wurde eine umfassende Dokumentation erstellt. Diese beleuchtet die enorme Typenvielfalt der Fahrzeuge, die durch zahlreiche Umbauten, Verbesserungen und Umnummerierungen entstand.

Seit den Feierlichkeiten zum Jubiläum im Jahr 1976 werden historische Münchner Trambahnwagen wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Die Pflege der Fahrzeuge, wie etwa die Vorbereitung von M4/m4-Zügen für Hauptuntersuchungen, unterstreicht die Bedeutung des Standorts als Ort der technischen Denkmalpflege und der Archivarbeit für die Münchner Trambahngeschichte.

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