Bodendenkmal in Itzgrund, #D-4-5831-0026
Highlights
- Das Bodendenkmal in Itzgrund umfasst Siedlungsspuren aus der Karolingerzeit.
- Archäologische Grabungen begannen 2023 zur Erforschung der Siedlungsabfolge.
- Das Projekt wird vom Archäologischen Spessartprojekt e. V. geleitet.
Tipps
- Die Gedenktafel weist auf die ehemalige Siedlung hin, alles andere ist zugeschüttet.
- Vom Parkplatz in Duttenbrunn sind es etwa 200 Meter bis zur Fundstelle.
- Grabungen fanden hier auf Grundlage geophysikalischer Untersuchungen statt.
Eigenschaften
Über Bodendenkmal in Itzgrund, #D-4-5831-0026
Das Bodendenkmal in Itzgrund, Kennziffer #D-4-5831-0026, ist ein archäologisch bedeutender Fundort im Landkreis Coburg in Bayern. Es handelt sich um die Spuren einer ehemaligen Siedlung, deren Existenz durch ehrenamtliche Feldbegehungen sowie ausgewertete Luftbildbefunde nachgewiesen wurde. Die genaue Lage befindet sich im sogenannten „Seehauser Grund“, südlich der Ortschaft Duttenbrunn, in unmittelbarer Nähe zu Zellingen. Die archäologischen Befunde deuten auf eine karolingerzeitliche Besiedlung hin, was den historischen Wert des Ortes unterstreicht.
Erste geophysikalische Untersuchungen brachten bereits umfangreiche Siedlungsstrukturen ans Licht, darunter Gruben, Grubenhäuser und verschiedene Steinformationen. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege empfohlen, gezielte Grabungen durchzuführen, um den Erhaltungszustand der Funde zu dokumentieren und weitere Erkenntnisse über die Lebensweise der Bewohner zu gewinnen. Das Projekt wird vom Archäologischen Spessartprojekt e. V. in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Karlstadt und der Gemeinde Zellingen durchgeführt.
Die Grabungen am Fundort erfolgten nach dem Prinzip der „open dig“ – ein Konzept, das ehrenamtliches Engagement einbezieht und Besucher direkt in den Forschungsprozess einbindet. Neben der wissenschaftlichen Erschließung des Geländes wurde auch ein besonderer Wert auf die Entwicklung eines nachhaltigen Schutzkonzepts für das Bodendenkmal gelegt. Die Arbeiten fanden breite öffentliche Aufmerksamkeit und fachliche Unterstützung, unter anderem durch die Gesellschaft für Archäologie in Bayern, die eine Lehrgrabung initiierte.
Heute erinnert eine Gedenktafel vor Ort an die ehemalige Siedlung, während der größte Teil der archäologischen Strukturen wieder zurückgeschüttet wurde. Dennoch bleibt der Standort ein wichtiges Zeugnis der frühmittelalterlichen Besiedlungsgeschichte der Region. Interessierte haben die Möglichkeit, sich über die Ergebnisse der Grabungen zu informieren und an geführten Veranstaltungen teilzunehmen, die sowohl für Fachpublikum als auch für Laien attraktiv gestaltet sind.