Kirche/Kloster

Synagoge Gleusdorf

Dorfstraße 3a, 96190 Untermerzbach

Highlights

  • Die Synagoge Gleusdorf ist ein ehemaliges jüdisches Gotteshaus aus dem 18. Jahrhundert.
  • Heute dient sie als Ausstellungsort zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Region.
  • Das Gebäude wurde denkmalgerecht saniert und ist jederzeit frei zugänglich.

Tipps

  • Die ehemalige Synagoge in Gleusdorf informiert über die jüdische Gemeinde und ihre Geschichte vor Ort.
  • Ein Geschichtspfad verbindet die Synagogen von Memmelsdorf und Gleusdorf mit Informationen zur Regionalgeschichte.
  • Die Ausstellung in Gleusdorf zeigt den Alltag der jüdischen Gemeinde und ihre Integration in die ländliche Region.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Synagoge Gleusdorf

Die Synagoge Gleusdorf ist ein bedeutender kultureller und historischer Ort im fränkischen Landkreis Haßberge, nahe der Gemeinde Untermerzbach. Sie zeugt von der jüdischen Geschichte in der Region und bildet gemeinsam mit der Synagoge in Memmelsdorf den Kern des Geschichtspfads zur jüdischen Regionalgeschichte. Das Gebäude ist ein ehemaliger Gottesdienstraum der jüdischen Gemeinde des Ortsteils Gleusdorf und heute Schauplatz einer Freiluftausstellung, die die Dorfgeschichte mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung verknüpft.

Die jüdische Gemeinde in Gleusdorf bestand bereits seit dem 18. Jahrhundert und errichtete eine eigene Synagoge. Ein Neubau folgte später, der allerdings Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr regelmäßig genutzt wurde. Nach dem Verkauf des Gebäudes an einen christlichen Nachbarn wurde es über Jahrzehnte als Lager und Scheune genutzt, überstand jedoch die NS-Zeit sowie die Nachkriegszeit. Durch eine denkmalgerechte Sanierung wurde das Gebäude restauriert und ist nun für Besucher zugänglich. Im benachbarten Gebäude wird die Geschichte des Dorfes und der jüdischen Gemeinde in einer ständigen Freiluftausstellung dokumentiert.

Die Synagoge steht in enger Verbindung zur regionalen Geschichte des sogenannten Landjudentums, das sich besonders nach dem Dreißigjährigen Krieg in kleineren Ortschaften Unterfrankens etablierte. Die Ausstellung in Gleusdorf thematisiert die Sozialstruktur der jüdischen Gemeinde, ihren Alltag sowie die Gründe für ihre frühzeitige Auflösung. Die Darstellung verbindet lokale Ereignisse mit überregionalen Entwicklungen und trägt damit zur Aufarbeitung einer bislang oft unbeachteten Geschichte bei.

Der Ort ist Teil eines größeren Geschichtspfads, der mit dem Fahrrad oder zu Fuß beschritten werden kann und beide Synagogenstandorte – Memmelsdorf und Gleusdorf – miteinander verbindet. Informationsstelen entlang des Weges erläutern die historischen Zusammenhänge. Die Synagoge Gleusdorf ist damit nicht nur ein Denkmal jüdischer Kultur, sondern auch ein Ort des Gedenkens und der Bildung inmitten der ländlichen Haßberge.

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