Alte Burg
Highlights
- Die Alte Burg ist ein slawischer Burgstall mit 160 m Durchmesser und 1,8 m hohem Wall.
- Sie liegt am Kölpinsee, 2,5 km nordöstlich von Göhren-Lebbin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
- Die Anlage ist ein Bodendenkmal und wird der slawischen Besiedlung zugeordnet, vermutlich als Fluchtburg.
Tipps
- Wanderwege führen direkt zum sichtbaren Wall, bieten aber wenig Infrastruktur vor Ort.
- Insekten können im Sommer stark belästigen, besonders in der Nähe des Wassers.
- Der nahegelegene Kölpinsee lädt zur anschließenden Erholung in der Natur ein.
Eigenschaften
Über Alte Burg
Die Alte Burg ist ein slawischer Burgstall und liegt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, im Kreis Mecklenburgische Seenplatte, wenige Kilometer nordöstlich der Gemeinde Göhren-Lebbin. Die archäologische Anlage befindet sich direkt am Kölpinsee, nahe des Naturschutzgebiets Blüchersches Bruch und Mittelplan. Über die Verlängerung der Straße Zum Burgwall ist der Ort vom Ortsteil Lebbin aus erreichbar. Die kreisrunde Wallanlage hat einen Durchmesser von etwa 160 Metern und umschließt eine Fläche von rund 8500 Quadratmetern. Der Wall erreicht eine Höhe von etwa 1,8 Metern, ihm ist ein vorgelagerter Graben mit einer Tiefe von bis zu 3 Metern zu entnehmen, der an einigen Stellen durch moderne Wege überformt wurde.
Die ursprüngliche Bausubstanz der Anlage bestand vermutlich aus einer Holz-Erde-Konstruktion mit einem Palisadenaufsatz. Die Burg lag einst auf einer schmalen Landzunge zwischen flachen Seen. Durch den Bau der Müritz-Elde-Wasserstraße im frühen 19. Jahrhundert sank der Wasserstand des Kölpinsees, wodurch umliegende Flachseen austrockneten und das von der Wallanlage umgebene Gelände trockengelegt wurde. Obwohl die Anlage bislang nicht wissenschaftlich erforscht ist, wird sie der slawischen Besiedlung zugeordnet. Es wird angenommen, dass es sich um eine Fluchtburg handelte, doch ein möglicher Zusammenhang mit der in der Nähe liegenden Wallburg Kleiner Eschhorst ist bisher ungeklärt.
Die Alte Burg ist als Bodendenkmal unter das Denkmalschutzgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern gestellt. Funde im Bereich der Anlage bedürfen der Genehmigung durch die zuständigen Denkmalbehörden, Zufallsfunde sind zu melden. Aufgrund ihres landschaftlichen Kontexts im Naturraum der Mecklenburgischen Seenplatte bietet der Ort eine ruhige und naturbelassene Umgebung. Wanderwege führen direkt zum Wall, der als markantes Relikt sichtbar ist, jedoch keine weiteren erhaltenen Bauten oder Infrastruktur aufweist.
Besucher berichten von einer landschaftlich reizvollen, jedoch zurückgezogenen und wenig ausgebauten Sehenswürdigkeit. Während einige den Ort wegen der abgeschiedenen Lage und der unberührten Natur positiv hervorheben, bemängeln andere den geringen Informationswert vor Ort und die fehlende touristische Erschließung. Hinweise auf die Geschichte der Anlage sind lediglich über ein Hinweisschild am Wall gegeben. Insekten, insbesondere in wärmeren Jahreszeiten, können zahlreich sein. Die unmittelbare Nähe zum Kölpinsee und zum Naturschutzgebiet macht die Region um die Alte Burg zu einem ruhigen Ausflugsziel in der Natur.