St. Nikolaus
Highlights
- St. Nikolaus in Zum Rundling 15 entstand als romanische Chorquadratkirche mit späterer barocker Umgestaltung (ab 17. Jh.).
- Der Turm wurde 1984 durch Bürger unter Ralf Faber vor dem Verfall gerettet; 2009–2011 erfolgte eine umfassende Sanierung.
- Im Chor befindet sich eine romanische Sakramentsnische mit barockem Eisengitter; der Taufstein stammt teilweise aus dem 16. Jh.
Tipps
- Die Kirche zeigt architektonische Spuren aus verschiedenen Epochen, darunter romanische Elemente wie die Fugenritzungen an der Westwand und das zugemauerte Fenster im Turm.
- Im Inneren befindet sich eine Sakramentsnische in der Nordwand des Chores, die vermutlich aus der romanischen Zeit stammt und heute durch ein barockes Eisengitter geschützt wird.
- Der Taufstein vereint möglicherweise romanische Reste im Oberteil mit einem achteckigen Fuß aus dem Jahr 1590, der später hinzugefügt wurde.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Nikolaus Zum Rundling 15
Die evangelische Kirche St. Nikolaus in Zum Rundling 15 ist ein historisches Juwel mit einer faszinierenden Baugeschichte, die über Jahrhunderte hinweg geprägt wurde. Ursprünglich als Chorquadratkirche mit einem rechteckigen Saal und einem längsrechteckigen Chor errichtet, zeigt der Bau romanische Spuren – etwa ein zugemauertes Fenster in der Südwand des Turms oder die markanten Fugenritzungen an der Westwand. Diese Elemente verraten den Ursprung als mittelalterliche Sakralstätte, die im Laufe der Zeit immer wieder umgestaltet wurde.
Besonders prägend war die barocke Umbauphase, in der die heutigen Fenster- und Türöffnungen entstanden. Noch heute sind diese Veränderungen an der klaren Architektur erkennbar, während ältere Strukturen wie die romanische Sakramentsnische in der Nordwand des Chores – heute mit einem barocken Eisengitter versehen – auf die frühe Geschichte hinweisen. Der ursprüngliche Steinaltar wurde ebenfalls verändert, wobei die Weihekreuze auf spätere Anpassungen verweisen. Auch der Taufstein vereint verschiedene Epochen: Sein Oberteil könnte romanischen Ursprungs sein, während der achteckige Fuß mit der Inschrift eine spätere Ergänzung darstellt.
Von der ursprünglichen Glockenausstattung blieb nur eine erhalten, die mit dem Spruchband *„Ehre sei Gott in der Höhe“* und dem Gussjahr 1849 auf den Handwerker Heinrich verweist. Doch nicht nur die Bausubstanz, sondern auch das Engagement der Gemeinde sicherte den Erhalt des Denkmals. In den 1980er-Jahren rettete eine Baubrigade unter Leitung von Ralf Faber den Turm vor dem Verfall, und zwischen 2009 und 2011 folgte eine grundhafte Sanierung, die die Kirche bis heute in ihrem historischen Glanz bewahrt.
Mit einem Google-Rating von 4,8 Sternen aus über 20 Bewertungen gilt St. Nikolaus als beliebter Ort der Andacht und des kulturellen Interesses. Die harmonische Verbindung von romanischen und barocken Elementen macht sie zu einem einzigartigen Zeugnis regionaler Kirchengeschichte – ein Ort, der Besucher mit seiner ruhigen Atmosphäre und seiner bewegten Vergangenheit verzaubert.