Ziegeleimuseum
Highlights
- Das Ziegeleimuseum Jockgrim erinnert an die einst größte Falzziegelei Europas.
- Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Ziegelherstellung von der Tongewinnung bis zum Versand.
- Ein Highlight ist der erhaltene Ringofen und die original Revolverpresse im Außengelände.
Tipps
- Das Museum dokumentiert die Ziegelherstellung von der Tongewinnung bis zum Versand und zeigt den Ringofen sowie eine Revolverpresse.
- Ein Eintritt kostet 3 Euro, Öffnungszeiten sind begrenzt, daher vorher informieren.
- Eine Außenstelle des Museums zeigt Sonderwaren und Kunst aus Jockgrim, das Kugelhaus ist ebenfalls vor Ort zu sehen.
Eigenschaften
Über Ziegeleimuseum
Das Ziegeleimuseum in Jockgrim erinnert an die bedeutende industrielle Vergangenheit der Region und dokumentiert die Geschichte der ehemaligen Falzziegelwerke Carl Ludowici. Das Museum befindet sich im restaurierten Pressenhaus der einstigen Ziegelei, die zeitweise zu den größten Europas zählte. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1996 bietet die Einrichtung Einblicke in die technischen Prozesse und gesellschaftlichen Auswirkungen der Ziegelproduktion vom späten 19. Jahrhundert bis zur endgültigen Schließung der Werke in den 1970er Jahren.
Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Räume und veranschaulicht anschaulich die verschiedenen Produktionsschritte – von der Tongewinnung bis hin zum Versand der Ziegel. Ein besonderes Highlight ist der erhaltene Ringofen, der einst eine Höhe von sechs Stockwerken hatte und heute im Untergeschoss des Verwaltungsgebäudes der Verbandsgemeinde untergebracht ist. Im Außenbereich ist zudem die original erhaltene und restaurierte Revolverpresse zu sehen, die voll funktionsfähig ist und einen eindrucksvollen Einblick in die damalige Fertigungstechnik gewährt.
Weitere Exponate im Freigelände sind Sonderprodukte der Ziegelei sowie das Kugelhaus – eine architektonische Vision des Unternehmers Johann Wilhelm Ludowici. Dieses Rundhaus sollte eine moderne und platzsparende Wohnform darstellen, jedoch nie über den Prototypen hinausgehen. Im Inneren sind alle notwendigen Einrichtungsgegenstände für einen Zwei-Personen-Haushalt untergebracht. Die Außenstelle des Museums widmet sich zudem der regionalen Kunst und weiteren Spezialitäten der ehemaligen Fabrik.
Die Geschichte der Carl Ludowici Falzziegelwerke begann im 19. Jahrhundert und entwickelte sich von einer kleinen Fabrik zu einem international beachteten Unternehmen mit mehreren Produktionsstandorten. In Jockgrim wurde ab dem Jahr 1886 produziert, was eine fast hundertjährige Ära einhergehender wirtschaftlicher und sozialer Veränderungen einleitete. Nach Kriegszerstörungen und einem Wiederaufschwung in der Nachkriegszeit ging der Betrieb schließlich aufgrund technischer und wirtschaftlicher Veränderungen zurück und stellte 1972 endgültig die Produktion ein.