Gipfel

Schluchtwand

02796 Jonsdorf

Highlights

  • Die Schluchtwand ist ein bedeutender Klettergipfel in den Nonnenfelsen bei Jonsdorf im Zittauer Gebirge.
  • Sie gehört zu den bekanntesten Kletterrouten der Region und bietet mehrere Wege zum Gipfel.
  • Geologisch besteht der Felsen hauptsächlich aus Quarzsandstein der Sächsischen Oberkreide.

Tipps

  • Kletterausrüstung wird benötigt, da mehrere Routen der Schwierigkeitsgrade III bis VIIb angeboten werden.
  • Alternativen wie der Südwestweg oder die Türmchenvariante ermöglichen unterschiedliche Anstiege zum Gipfel.
  • Nachträgliche Sicherungshaken und Ringe sind an mehreren Stellen vorhanden, aber Trittsicherheit ist erforderlich.

Eigenschaften

Outdoor Aktiv Romantisch Ganzjährig

Naturausflug zum Gipfel in Jonsdorf - Schluchtwand erkunden

Die Schluchtwand ist einer der markantesten Naturpunkte im Bereich der Nonnenfelsen, gelegen im sächsischen Jonsdorf im Kreis Görlitz. Diese eindrucksvolle Felsformation ragt am Südosthang des Buchberges auf und gehört zu den bekanntesten Kletterzielen der Region. Mit einer Höhe von 537 Metern überragt sie das Tal des Pochebaches um rund 100 Meter und bietet Besucherinnen und Besuchern einzigartige Ausblicke in eine faszinierende Sandsteinlandschaft. Die Entstehung der Schluchtwand und ihrer Umgebung ist eng mit der Geologie der Sächsischen Oberkreide verknüpft. Der vorherrschende graue Quarzsandstein wurde im Laufe der Erdgeschichte durch vulkanische Aktivitäten beeinflusst, wodurch besonders widerstandsfähige Gesteinszonen entstanden – sogenannte Mühlsteine. Diese geologischen Besonderheiten prägten nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die wirtschaftliche Nutzung der Region durch Steinbrüche in der näheren Umgebung. Bereits vor vielen Jahrhunderten faszinierten die Felsformationen die Menschen durch ihre fantasievollen Umrissbilder, die an Nonnen und Mönche erinnerten. Im 19. Jahrhundert setzte gezielte Erschließung ein: Der Jonsdorfer Bürger Johann Friedrich Seidel begann ab 1846, die Felsen mit einfachsten Werkzeugen zugänglich zu machen. Mit Unterstützung des Müllers Sussig entstanden erste Wege, Brücken und Treppen. Später baute Karl Gotthelf Buttig ab 1858 auf dem Gipfelplateau ein Gasthaus, das bald zu einem beliebten Ausflugsziel wurde. Auch königliche Besuche unterstreichen die historische Bedeutung des Ortes: König Friedrich August weilte 1850 hier, gefolgt von König Albert 1888. Die Schluchtwand ist nicht nur ein beliebtes Wander- und Kletterziel, sondern auch Teil einer einzigartigen Felslandschaft, die durch enge Felsgänge wie den „Schwarzen Gang“ und die „Zigeunerstuben“ geprägt ist. Diese Gänge sind jeweils etwa 100 Meter lang und bieten eine Tiefe von bis zu 30 Metern – ein eindrucksvolles Erlebnis für Natur- und Abenteuerbegeisterte. Die ehemalige Echokanone, die bis 1902 am Gasthaus betrieben wurde, unterstrich einst die Besonderheit dieses Ortes mit einem spektakulären akustischen Erlebnis. Heute lädt die Schluchtwand jährlich von April bis November zu Entdeckungstouren in die wilde Natur der Region ein. Ob Klettern, Wandern oder einfach nur Verweilen auf dem Gipfel – der Ausblick von der Schluchtwand erstreckt sich über das malerische Tal und lädt dazu ein, die Ruhe und Schönheit der sächsischen Natur hautnah zu erleben. Die unmittelbare Nähe zu Jonsdorf macht sie zudem zu einem idealen Ausflugsziel für Familien, Naturliebhaber und Kletterfreunde gleichermaßen.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Schluchtwand

Wo befindet sich die Schluchtwand in Jonsdorf?
Die Schluchtwand liegt am Südosthang des Buchberges im Zittauer Gebirge, südwestlich des Kurortes Jonsdorf. Sie ist Teil der Nonnenfelsen und etwa 100 Meter höher als das Pochebachtal. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Kletterrouten führen zur Schluchtwand?
Zur Schluchtwand führen mehrere markierte Kletterrouten, darunter der Alte Weg, der Südwestweg, der Schluchtweg sowie die Junggesellenkante. Die Schwierigkeitsgrade reichen von IV bis VIIc. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wer hat die Erschließung der Nonnenfelsen begonnen?
Die Erschließung der Nonnenfelsen begann 1846 durch Johann Friedrich Seidel, unterstützt später von Müller Sussig. Sie schufen Wege, Brücken und Hinweistafeln, um den Gipfelbereich zugänglich zu machen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia