Denkmal/Gedenkstätte

Jüterbog-Luckenwalder Kreiskleinbahn

Luckenwalder Str. 43, 14913 Jüterbog

Highlights

  • Der Personenverkehr wurde 1932 eingestellt, der Güterverkehr 1939; das Netz ging an den Militärfiskus über.
  • Nach 1945 fuhr die Luckenwalde-Jüterboger Eisenbahn auf einem um fünf Kilometer verkürzten Netz wieder Personenbeförderung.

Tipps

  • Ein historischer Eisenbahnbesuch lohnt sich besonders für Fans alter Schmalspurbahnen im Fläming.
  • Die Lineksgartenfeldbahn bietet erlebnisreiche Fahrten auf einer privaten 600-mm-Feldbahnanlage.
  • Kinder sollten stets auf die Sicherheitshinweise auf dem Gelände hingewiesen werden.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Jüterbog Luckenwalder Kreiskleinbahn

Die Jüterbog-Luckenwalder Kreiskleinbahn ist eine historische Schmalspurbahn im brandenburgischen Jüterbog und zählt heute zu den bedeutenden Kultur- und Denkmaleinrichtungen der Region. Ursprünglich 1900 als kommunaler Eigenbetrieb des Kreises Jüterbog-Luckenwalde eröffnet, erstreckte sich das ursprüngliche Netz über rund 80 Kilometer und verband wichtige Orte wie Dahme/Mark, Jüterbog und Luckenwalde miteinander. Die Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 mm war eine Antwort auf die bis dahin unzureichende Verkehrsanbindung der ländlichen Region im damaligen Kreis Jüterbog-Luckenwalde.

Das Bahnnetz gliederte sich in zwei Hauptstrecken: Eine führte von Jüterbog über Markendorf und Hohenseefeld nach Dahme, wo sich eine kurze Abzweigung nach Görsdorf anschloss. Die andere Strecke begann in Luckenwalde, führte über mehrere Stationen ebenfalls nach Hohenseefeld und vereinigte sich dort mit der Jüterbog-Dahme-Linie. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der staatlichen Unterstützung wurde bewusst auf eine kostengünstige Schmalspurlösung gesetzt. Die Betriebsführung lag zunächst bei der Provinzialverwaltung Brandenburg, später beim Landesverkehrsamt Brandenburg, mit Werkstatt und Verwaltung in Dahme.

Mit dem Aufkommen des Omnibusverkehrs in den 1930er Jahren wurde der Personenverkehr auf der Strecke eingestellt, der Güterverkehr folgte einige Jahre später. Das komplette Netz wurde schließlich an den Militärfiskus verkauft, der Teile der Strecke für militärische Zwecke weiternutzte oder abbaute. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bahn unter dem Namen „Luckenwalde–Jüterboger Eisenbahn“ wiederbelebt, allerdings in reduzierter Form. Bis 1963 verkehrten hier noch Personenzüge, ehe auch dieser Betrieb eingestellt wurde.

Heute erinnert die Lineksgartenfeldbahn (LGFB) in Jüterbog eindrucksvoll an die Geschichte der regionalen Schmalspurbahnen. Auf dem Gelände einer ehemaligen Feldbahnstrecke wurde eine private Anlage errichtet, die mit einer Spurweite von 600 mm arbeitet und regelmäßig für Fahrtage geöffnet ist. Besucher können hier historische Fahrzeuge bestaunen, selbst erleben und sich über die Entwicklung der regionalen Eisenbahnkultur informieren. Die Anlage wird vom Förderverein „Kloster Zinna“ unterstützt und bietet vor allem Familien ein interaktives Erlebnis mit Bezug zur Technik- und Verkehrsgeschichte der Region.

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Häufige Fragen zu Jüterbog-Luckenwalder Kreiskleinbahn

Wann wurde die Jüterbog-Luckenwalder Kreiskleinbahn eröffnet?
Die Kreiskleinbahn nahm am 20. Dezember 1900 den Betrieb auf. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Spurweite hatten die Kreiskleinbahnen?
Die Bahnstrecken verfügten über eine Spurweite von 750 mm. {stand}.

Quelle: wikipedia

Warum wurde der Personenverkehr eingestellt?
Ab 15. Dezember 1932 wurde der Personennahverkehr durch Omnibusse ersetzt. {stand}.

Quelle: wikipedia

Gibt es heute noch aktive Kleinbahnen in Jüterbog?
Ja, die private Lineksgartenfeldbahn ist seit 1995 aktiv und bietet Erlebnisfahrten an. {stand}.

Quelle: website