Kirche/Kloster

Alte Kapelle

Ludwigstrasse 4, 66849 Landstuhl

Highlights

  • Die Alte Kapelle in Landstuhl ist der Chor der ehemaligen Stadtkirche St. Andreas, erbaut im 14. Jahrhundert.
  • Nach Abriss des Langhauses 1805 wurde der Chor 1829 zur Heilig-Kreuz-Kapelle umgebaut.
  • Sie steht unter Denkmalschutz und liegt zentral am Fuß des Kirchbergs neben evangelischer und katholischer Kirche.

Tipps

  • Die Alte Kapelle ist der erhaltene Chorraum der ehemaligen St.-Andreas-Kirche und liegt am Fuße des Kirchbergs im Zentrum von Landstuhl.
  • Um die Kapelle befindet sich ein kleiner, historischer Friedhof mit alten Grabsteinen, der bis 1836 als Begräbnisstätte genutzt wurde.
  • In der Kapelle sind sehenswerte Wand- und Deckenmalereien aus dem 15. Jahrhundert zu bestaunen, vermittelt wird der Zugang durch ein Eisengitter.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Alte Kapelle

Die Alte Kapelle in Landstuhl, auch bekannt als Heilig-Kreuz-Kapelle, ist ein bedeutender sakraler Ort im Stadtzentrum des pfälzischen Landkreises Kaiserslautern. Sie stellt den erhaltenden Chorraum der ehemaligen St.-Andreas-Kirche dar, die vermutlich im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Nach dem Abriss des Langhauses im frühen 19. Jahrhundert wurde der Chor zur Kapelle umgebaut und 1829 geweiht. Das Areal ist von einer Mauer umgeben und steht unter Denkmalschutz. Die Kapelle gilt nicht nur als geschichtsträchtiges Bauwerk, sondern auch als beliebter Ort für Trauungen, insbesondere durch Hochzeitspaare.

Die Geschichte der Alten Kapelle ist eng verknüpft mit der Entwicklung der Stadt Landstuhl. Ursprünglich außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern gelegen, befand sich hier vermutlich bereits eine frühmittelalterliche Kirche. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Konfession der Kirche mehrfach: Von katholisch zu evangelisch und später zur simultanen Nutzung beider Konfessionen. Bekannt ist die Andreaskirche auch dafür, dass hier im 16. Jahrhundert einer der ersten lutherischen Gottesdienste in der Pfalz stattfand. Der reformierte Theologe Martin Bucer wirkte zeitweise als Pfarrer in dieser Gemeinde.

Die Architektur der Kapelle zeigt den Chor einer mittelalterlichen Hallenkirche mit einer Fläche von etwa 6,50 mal 5,50 Metern. Besonders bemerkenswert sind die erhaltenen Wand- und Deckenmalereien aus dem 15. Jahrhundert, deren Künstler unbekannt ist. Der Altarraum ist durch ein kunstvolles Eisengitter vom übrigen Innenraum abgetrennt. Die Kapelle liegt unmittelbar neben der evangelischen Stadtkirche und der katholischen Pfarrkirche Heilig-Geist, was sie zu einem Teil des historischen Kirchplatzes im Zentrum macht.

Um die Kapelle gruppiert sich zudem ein kleiner, gepflegter Friedhof mit alten Grabsteinen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Ursprünglich diente dieser als Friedhof der Gemeinde, bis er 1836 außer Gebrauch gesetzt wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde westlich der Kapelle ein Ehrenfriedhof eingerichtet, auf dem Soldaten und zivile Opfer der Kriegszeit begraben wurden. Auch heute noch laden die ruhige Atmosphäre und die historische Ausstrahlung der Alten Kapelle zu einem Moment der Besinnung und zum Verweilen ein.

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