Kirche/Kloster

Kloster Kalbe/Milde

Burg 1, 39624 Kalbe (Milde), Deutschland

Highlights

  • Kalbe (Milde) ist eine Stadt in Sachsen-Anhalt, die 1951 ihren Namen von Calbe in Kalbe änderte.
  • Die Stadt liegt am Fluss Milde und zählt seit 2007 offiziell als staatlich anerkannter Erholungsort.
  • Auf einer Burginsel aus dem 10. Jahrhundert befinden sich die Burgruine und das Museum „Altes Wachhaus“.

Tipps

  • Das 'Alte Wachhaus' bietet eine kleine Dauerausstellung zur Geschichte der Burg und der Region – lohnt sich für einen kurzen Abstecher.
  • Der Burgturm ist begehbar, der Aufstieg lohnt für den Ausblick – während der Öffnungszeiten im Museum anmelden.
  • Die Burganlage liegt direkt am Fluss Milde und ist auch von außen gut einzusehen, wenn keine Veranstaltung stattfindet.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kloster Kalbe/Milde

Die Burginsel Kalbe (Milde) ist eine historische Sehenswürdigkeit im Zentrum der Altmark und liegt in der Stadt Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt. Die Anlage zählt zu den bedeutendsten Niederungsburgen der Region und wurde erstmals im Mittelalter urkundlich erwähnt. Ursprünglich als Wasserburg errichtet, thront sie auf einer Talsandinsel, die von der Milde umflossen wird. Die strategische Lage in der sumpfigen Niederung bot einst natürlichen Schutz und ermöglichte die Kontrolle wichtiger Verkehrswege.

Das Gelände umfasst verschiedene erhaltene Bausubstanzteile, darunter die Ruine des Palas, eine gotische Kapellenruine sowie den begehbaren Treppen- und Hausmannsturm. Letzterer dient heute unter anderem zur Beobachtung der regionalen Storchennester. Ein besonderes Bauwerk auf dem Gelände ist das „Alte Wachhaus“, das seit dem 16. Jahrhundert erhalten geblieben ist und mittlerweile als kleines Museum dient. In der Dauerausstellung im Erdgeschoss werden Exponate und Schenkungen gezeigt, die Einblicke in die Geschichte der Burg sowie der Region geben.

Die Burganlage hat eine wechselvolle Geschichte durchlaufen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach zerstört und wiederaufgebaut. Während des 30-jährigen Krieges wurde sie auf Befehl des Kurfürsten von Brandenburg abgetragen, wobei das Wachhaus verschont blieb. Bis ins 19. Jahrhundert diente die Anlage als Wohnsitz adeliger Familien, ehe sie schließlich enteignet und in unterschiedliche Nutzungen überführt wurde. In den 1970er und 1980er Jahren diente das Wachhaus als Jugendklub, ehe es durch den Kulturbund restauriert und in eine Heimatstube umgewandelt wurde.

Seit den 1990er Jahren finden kontinuierliche Sanierungsarbeiten statt, die unter anderem die Dachstuhlrenovierung und die Einrichtung sanitärer Anlagen umfassen. Die gesamte Burganlage ist als Denkmal unter Schutz gestellt. Der Zugang zum Gelände ist kostenfrei, lediglich eine Spende wird erwünscht. Zu bestimmten Zeiten können Besucher den Burgturm besteigen, nach vorheriger Absprache mit der Tourist-Information vor Ort. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit, wobei der Eintritt überwiegend auf Freitage und Samstage beschränkt ist.

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