Gründlacher Moor
Highlights
- Das Gründlacher Moor ist der größte Moorkomplex im Tennenloher Forst bei Nürnberg.
- Es beherbergt seltene, vom Aussterben bedrohte Arten wie fleischfressende Pflanzen.
- Der Lebensraum entstand auf nährstoffarmen Böden mit moorähnlichen Strukturen.
Tipps
- Beim Besuch des Gründlacher Moors in Nürnberg auf festem Schuhwerk achten, da die Wege moorig und uneben sein können.
- Ein Fernglas mitnehmen, um seltene Tier- und Pflanzenarten wie Heidelerchen oder fleischfressende Pflanzen besser zu beobachten.
- Zur Erhaltung der offenen Landschaft ungestörte Bereiche meiden und auf ausgewiesenen Wegen bleiben.
Eigenschaften
Über Gründlacher Moor
Das Gründlacher Moor liegt im Nürnberger Stadtgebiet und zählt zum Naturschutzgebiet Tennenloher Forst, einem der größten zusammenhängenden Sandbiotope in Bayern. Es entstand auf ehemaligen Flächen des US-Militärs, die nach deren Abzug brachliegen blieben und sich natürliche Ökosysteme entwickeln konnten. Die Fläche wird heute als besonders wertvolles Biotop im Rahmen von Naturschutzprojekten gepflegt und ist Teil eines Landschaftsraums in der Region.
Der Moor-Komplex erstreckt sich südlich des Pferdegeheges und zeichnet sich durch wechselfeuchte Waldstellen aus, die moorähnliche Strukturen aufweisen. Hier finden sich Flutende Torfmoose, Mooraugen sowie schwarzbraunes Wasser, die Lebensräume für seltene und vom Aussterben bedrohte Arten bieten. Aufgrund der nährstoffarmen Bedingungen gedeihen in diesem Bereich auch fleischfressende Pflanzen wie der Rundblättrige Sonnentau oder der Wasserschlauch. Diese Artenvielfalt macht das Gründlacher Moor zu einem ökologisch bedeutsamen Teil des Tennenloher Forstes.
Das Naturschutzgebiet wird durch geologische Besonderheiten geprägt, darunter Flugsanddünen und Formationen aus Burgsandstein. Diese führen zu extrem trockenen und nährstoffarmen Böden, auf denen sich spezialisierte Pflanzen- und Tiergemeinschaften angesiedelt haben. Neben dem Moor sind auch Heideflächen und Sandmagerrasen typisch für das Areal, die unter Naturschutz stehen. Diese Biotope bieten Brutplätze für seltene Vogelarten wie die Heidelerche oder den Ziegenmelker.
Ein besonderes Merkmal des Tennenloher Forstes ist die Beweidung mit Przewalski-Urwildpferden, die auf ehemaligen Schießbahnen der US-Armee stattfindet. Diese Tiere tragen dazu bei, die offene, steppenartige Landschaft zu erhalten, die für viele hier lebende Arten lebensnotwendig ist. Das Projekt begann im Jahr 2003 und zielt darauf ab, natürliche Prozesse zu fördern und gleichzeitig den Erhalt gefährdeter Biotope zu sichern. Die Flächen rund um das Gründlacher Moor profitieren von dieser ökologischen Beweidung.