Kirche/Kloster

Kollegiatstift St. Clemens, Wissel

Köstersdick 40, 47546 Kalkar

Highlights

  • Die Kollegiatstiftskirche St. Clemens in Wissel ist ein mittelalterliches, denkmalgeschütztes Kirchengebäude aus dem 12. Jahrhundert.
  • Das Bauwerk zeigt eine dreischiffige Gewölbebasilika mit romanischen und gotischen Elementen sowie zwei Chorflankentürmen.
  • Im Chor befinden sich ein spätromanisches Taufbecken und eine Sakramentsnische aus dem 14. Jahrhundert.

Tipps

  • Die romanische Kirche St. Clemens in Wissel lädt mit ihrem mittelalterlichen Gewölbe und den historischen Türmen zum Besuch ein.
  • Besonders sehenswert ist der Fünfachtelschluss des Chors sowie die malerische Umgebung am Niederrhein.
  • Führungen und Informationen zur Kirchenmusik sind auf der Website der Kath. Kirche Kalkar zu finden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kollegiatstift St. Clemens, Wissel

Die Kollegiatstiftskirche St. Clemens in Wissel, einem Ortsteil der Stadt Kalkar im Kreis Kleve, ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk am linken Niederrhein. Die katholische Pfarrkirche zählt zu den unter Denkmalschutz stehenden mittelalterlichen Kirchenbauten und zeugt noch heute von einer reichen Geschichte und architektonischen Qualität. Ursprünglich als dreischiffige Gewölbebasilika im romanischen Stil errichtet, wurde die Kirche im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und restauriert. Besonders auffällig ist der spätere gotische Fünfachtelschluss des Chors sowie die charakteristische Gliederung der Außenfassade mit Rundbogenfriesen, Lisenen und den Chorflankentürmen, die mit Rhombendächern gekrönt sind.

Das Innere der Kirche besticht durch ein harmonisch gestaltetes Kreuzgewölbe im Mittel- und Querschiff, das auf kräftigen Bandrippen ruht. Besondere architektonische Details sind die emporenartigen Öffnungen im Mittelschiff, die in den Dachraum der Seitenschiffe führen, sowie die kunstvoll gestalteten Pfeiler und Gewölbekappen. Die runden Scheidarkaden, gekuppelten Blenden und die paarweise angeordneten Obergadenfenster gliedern den Wandaufriss und verleihen dem Innenraum eine stimmungsvolle, mittelalterliche Atmosphäre. Bei den Restaurierungen im 19. und 20. Jahrhundert wurde bewusst der ursprüngliche Tuffsteinbelag belassen und später aufwendige Neuverzierungen entfernt, um die ursprüngliche Bausubstanz sichtbar zu machen.

Die Ausstattung der Kirche umfasst wertvolle Sakralgegenstände und Kunstwerke aus verschiedenen Epochen. Im Chor befinden sich eine spätgotische Sakramentsnische sowie ein Wandschrank für Altargeräte, beide aus Sandstein gefertigt. Ein weiteres Highlight ist das spätromanische Taufbecken aus Baumberger Sandstein, das mit figürlichen Verzierungen und einem Palmettenfries geschmückt ist. Ein spätgotisches Vesperbild aus dem frühen 16. Jahrhundert, das dem Meister Heinrich Douvermann zugeschrieben wird, unterstreicht die künstlerische Bedeutung des Ortes. Hinzu kommt eine barocke Kanzel aus dem 17. Jahrhundert, die mit Halbfigurenreliefs versehen ist und kunsthandwerklich hochwertig gearbeitet wurde.

Die Kirche St. Clemens ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein kulturelles Zentrum, das regelmäßig Besucher durch Führungen und kirchenmusikalische Veranstaltungen einlädt. Die malerische Lage im nördlichen Teil von Kalkar, umgeben von der niederrheinischen Landschaft, trägt zusätzlich zur besonderen Atmosphäre des Ortes bei. Die Kirche wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt und ist sowohl für Gläubige als auch für Interessierte ein Ort der Besinnung und kulturellen Auseinandersetzung mit mittelalterlicher Baukunst.

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