Parks & Gärten

Rinner Heide

53925 Kall

Highlights

  • Rinner Heide in Kall ist ein 1,8 Hektar großes Naturschutzgebiet seit 1979.
  • Das Gebiet schützt seltene Arten wie Quendelblättrige Kreuzblume und Moorlilie.
  • Es umfasst trockene und feuchte Heideflächen mit Moorübergängen und schützenswerten Biotoptypen.

Tipps

  • Das Gelände umfasst steile Hänge und nasse sowie trockene Heideflächen, geeignet für Naturschutzbeobachtungen.
  • Ein schmaler Weg trennt die unterschiedlichen Biotope – eine Verbreiterung würde den empfindlichen Lebensraum beeinträchtigen.
  • Verbuschung und das Vorhandensein seltener Pflanzenarten machen das Gebiet besonders schutzbedürftig und beobachtenswert.

Eigenschaften

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Über Rinner Heide

Die Rinner Heide ist ein Naturschutzgebiet im Gemeindegebiet von Kall im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen. Das etwa 1,8 Hektar große Areal liegt auf einem Nordwesthang und umfasst trockene und feuchte Heideflächen mit Übergängen zu Moorstrukturen. Das Gebiet wurde aufgrund seiner besonderen ökologischen Bedeutung unter Schutz gestellt und zählt zu den Landschaftsschutzgebieten der Region. Es besteht seit den späten 1970er Jahren rechtswirksam und wurde später in das geltende Naturschutzrecht übernommen.

Das Schutzziel des NSG Rinner Heide umfasst die Erhaltung seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, darunter beispielsweise die Quendelblättrige Kreuzblume, das Wald-Läusekraut, die Moorlilie sowie das Gefleckte Knabenkraut. Die Vielfalt an Biotoptypen reicht von trockener Heide über Feuchtheide bis hin zu stehenden Kleingewässern und Grabenstrukturen. Im oberen Teil des Gebiets dominieren trockene Heideflächen, die von Einzelbäumen wie Birke und Eberesche sowie Straucharten wie Besenginster geprägt sind. Der untere Bereich ist feuchter und wird durch einen geteerten Weg abgegrenzt, der als Trennung zu den nassereren Moorflächen dient.

Das Gelände ist teilweise steil und zeigt natürliche sowie anthropogene Strukturen. Verbuschungstendenzen in einigen Bereichen sowie wassergefüllte Radspuren sind erkennbar. Um die ökologische Funktion des Gebiets langfristig zu sichern, sind verschiedene Maßnahmen vorgesehen. Dazu gehören ein Betretungsverbot, der Verzicht auf wegebauliche Eingriffe sowie die Einrichtung von Pufferzonen zu angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und Nadelwäldern. Vegetationskontrollen und gezielte Maßnahmen zur Wiedervernässung sollen zudem die natürlichen Prozesse unterstützen und das Biotop erhalten.

Die Rinner Heide erfüllt aufgrund ihrer Ausstattung mit seltenen Lebensraumtypen und Arten eine wichtige Funktion im regionalen Biotopverbund. Sie trägt zur Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt bei und dient gleichzeitig wissenschaftlichen sowie erdgeschichtlichen Zwecken. Als Teil des Naturschutzgebietsnetzes in Nordrhein-Westfalen repräsentiert sie die besondere Eigenart und Seltenheit von Heide-Moor-Übergangsbereichen in der Eifelregion.

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