Stadtpark

Wilhelm-Weiße-Garten

01917 Kamenz

Highlights

  • Der Wilhelm-Weiße-Garten erstreckt sich auf knapp 4000 m² und steht unter Denkmalschutz.
  • Er beherbergt seltene Pflanzen wie Rhododendren, Azaleen und Fächerahorn.
  • Gegründet 1873 als Baumschule, diente er später der Zucht exotischer Gehölze.

Tipps

  • Der Park ist aufgrund seiner seltenen Pflanzenarten und historischen Bedeutung sehenswert.
  • Besucher finden Rhododendren, Azaleen, Sumpfzypressen und andere besondere Gehölze.
  • Ein Pavillon am oberen Ende des Parks bietet einen schönen Blick auf den Bahnhof.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Wilhelm-Weiße-Garten

Der Wilhelm-Weiße-Garten liegt zentral in Kamenz im sächsischen Kreis Bautzen und zählt zu den kleineren, denkmalgeschützten Parkanlagen der Stadt. Ursprünglich 1873 als Kunst- und Handelsgärtnerei durch den sächsischen Hoflieferanten Wilhelm Weiße angelegt, diente der rund 0,39 Hektar große Garten zunächst als Baumschule, in der vor allem Koniferen gezogen und experimentiert wurden. Weiße lebte in der direkt angrenzenden Villa-Weiße, die sich unterhalb des Parks befindet und heute ebenfalls unter Denkmalschutz steht.

Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von knapp 4.000 Quadratmetern und beherbergt eine Vielzahl seltener und exotischer Pflanzenarten. Zu den bemerkenswerten Gehölzen zählen unter anderem Rhododendren, Azaleen, Nusseiben, Fächerahorn, Sumpf- und Hängezypressen sowie eine Ginkgo- und Magnolienbaumart. Ein besonderes Zeugnis der Gartenhistorie ist der Stumpf einer Ulme, die einst vom sächsischen König Albert persönlich gepflanzt wurde. Diese botanische Vielfalt sowie die erhaltenswerte Gestaltung des Parks führten dazu, dass das Gelände heute unter Denkmalschutz steht.

Nach dem Tod von Wilhelm Weiße blieb der Garten zunächst im Privateigentum der Familie, ehe die Stadt Kamenz das Areal 1980 übernahm. In den folgenden Jahren wurden die Villa-Weiße sowie das Brunnen- und Gartenhaus saniert. Nach der Wende wurde der Park zeitweise wieder an die Familie Weiße zurückgegeben, ehe die Stadt ihn erneut erwarb und in die heutige Form überführte. Die Wege wurden erneuert und 1999 der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Seitdem dient der Park als Naherholungsgebiet in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und Stadtzentrum.

Ein architektonisches Detail des Gartens ist das sogenannte „Gartenhaus der kleinen Neugierde“, ein Pavillon am oberen Ende des Parks. Wilhelm Weiße ließ dieses Gebäude für seinen behinderten Sohn errichten, der sich lebhaft für Züge interessierte und von hier aus einen guten Blick auf den Kamenzer Bahnhof hatte. Das Gartenhaus ist bis heute erhalten und zeugt von der persönlichen Note, die der Gründer in die Anlage legte.

Der Wilhelm-Weiße-Garten steht für die Gartenkultur des 19. Jahrhunderts in Kamenz und spiegelt die Leidenschaft seines Schöpfers für außergewöhnliche Pflanzen wider. Die enge Verzahnung mit der Stadtgeschichte, die Nähe zur Innenstadt sowie die ruhige Atmosphäre machen ihn zu einem sehenswerten Ort in der Region. Der Park ist über die umliegenden Wege gut zu erreichen und lädt zu Spaziergängen und botanischen Entdeckungen ein.

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