Denkmal/Gedenkstätte

Todes­marsch-Mahnmal

Sudetenlandstraße 10, 85221 Dachau-Ost

Highlights

  • Das Denkmal gehört zu 22 identischen Mahnmalen entlang der Todesmarsch-Routen, gestaltet vom Bildhauer Hubertus von Pilgrim.
  • Die KZ-Gedenkstätte Dachau bietet pädagogische Formate zu den Todesmärschen, u. a. für Bundeswehr-Angehörige seit 2020.

Tipps

  • Das Todesmarsch-Mahnmal befindet sich an der Kreuzung Theodor-Heuss-Straße und Sudetenlandstraße und erinnert an die Leidenswege der Opfer während der Todesmärsche.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität die Teilnahme am Gedenken ohne Hindernisse.
  • Die KZ-Gedenkstätte Dachau bietet spezielle Rundgänge an, die sich an individuelle Interessen oder Bedürfnisse von Gruppen anpassen lassen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Todesmarsch-Mahnmal Dachau-Ost: Kulturdenkmal

Nach der Auflösung der Konzentrationslager wurden Häftlinge oft zu Fuß in Richtung der Alpen oder anderer Lager getrieben – viele starben unterwegs an Erschöpfung, Hunger oder durch Gewalt. Das Mahnmal steht als stille Mahnung an die Opfer dieser unmenschlichen Zwangsbewegungen.

Seit 1989 haben Gemeinden entlang der historischen Routen der Todesmärsche identische Mahnmale des Bildhauers Hubertus von Pilgrim errichtet. Das Exemplar in Dachau-Ost befindet sich an der Kreuzung Theodor-Heuss-Straße und Sudetenlandstraße. Es besteht aus einem schlichten, aber symbolträchtigen Betonblock mit einer eingravierten Inschrift, die an die Leiden der Häftlinge erinnert. Die einheitliche Gestaltung aller 22 Standorte soll die Verbindung der Orte betonen und die Opfer als Teil eines gemeinsamen Leidenswegs würdigen.

Das Mahnmal ist Teil des historischen Kontexts der Region, die eng mit der Geschichte des KZ Dachau verbunden ist. Die nahegelegene KZ-Gedenkstätte Dachau bietet zudem geführte Rundgänge und Bildungsformate, die sich an verschiedene Zielgruppen richten – darunter auch spezielle Programme für Angehörige der Bundeswehr im Rahmen des Projekts „Bundeswehr erinnert“. Diese Formate sollen das historische Bewusstsein stärken und die Erinnerung an die Verbrechen wachhalten.

Für Besucher, die sich vertieft mit der Thematik beschäftigen möchten, gibt es zudem die Möglichkeit, wissenschaftliche oder pädagogische Praktika in der Gedenkstätte zu absolvieren. Diese Angebote richten sich an Interessierte, die sich mit der Aufarbeitung der NS-Geschichte auseinandersetzen und gleichzeitig praktische Erfahrungen sammeln können. Das Mahnmal selbst lädt zum Innehalten ein und mahnt dazu, die Opfer nicht zu vergessen.

Das Todesmarsch-Mahnmal ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Symbol für die Verantwortung, die jede Generation trägt. Es steht für die Notwendigkeit, die Verbrechen der Vergangenheit zu würdigen und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen. Besonders in einer Zeit, in der Geschichtsbewusstsein immer wichtiger wird, bleibt es eine wichtige Station für Geschichtsinteressierte und Bildungsreisende.

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