Ausflug Natur

14. Das Lager Trassenheide

17449 Karlshagen

Highlights

  • Das Lager Trassenheide lag zwischen Karlshagen und Peenemünde und diente als Zwangsarbeiterlager im Zweiten Weltkrieg.
  • Es beherbergte neben deutschen auch italienische und niederländische Zwangsarbeiter.
  • Das Lager war über die S-Bahn mit Peenemünde und Karlshagen verbunden.

Tipps

  • Das ehemalige Lager Trassenheide ist heute nur noch ein verwilderter Waldweg ohne erkennbare Spuren der Geschichte.
  • Interessierte sollten sich vorab über die historischen Hintergründe informieren, da vor Ort keine Infotafeln oder Erinnerungsorte vorhanden sind.
  • Ein Besuch lohnt sich eher für Naturliebhaber, die abseits vom Trubel wandern möchten.

Eigenschaften

Ganzjährig

Ausflug Natur Karlshagen: Das Lager Trassenheide

Das ehemalige Zwangsarbeiterlager Trassenheide liegt im Ortsteil Karlshagen, direkt nördlich der Insel Usedom im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Es war Teil eines größeren Lagerkomplexes, der während des Zweiten Weltkriegs im Sperrgebiet der Heeresversuchsanstalt Peenemünde unter deutscher Aufsicht betrieben wurde. In diesem Gebiet wurden verschiedene Lager für Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge errichtet, um die Rüstungsproduktion und Forschungsarbeiten zu unterstützen. Das Lager Trassenheide beherbergte unter anderem polnische und sowjetische Zwangsarbeiter sowie italienische und niederländische Vertragsarbeiter.

Heute ist vom ehemaligen Lager nur noch die unberührte Natur übrig geblieben. Die einstigen Baracken und Gebäude sind vollständig verschwunden, und der Standort wirkt wie ein gewöhnlicher Waldweg, der sich langsam in die dichte Vegetation verliert. Besucher berichten, dass keinerlei Gedenktafeln oder Hinweisschilder vorhanden sind, die an die historische Bedeutung des Ortes erinnern. Lediglich die Ameisen und die ruhige Waldblende zeugen von dem, was einst hier geschah. Die mangelnde Aufarbeitung der Geschichte vor Ort wird von vielen Besuchern kritisch wahrgenommen.

Das Gelände gehört heute zur sogenannten „Denkmal-Landschaft“ rund um Peenemünde, einem Rundweg mit mehreren Stationen, der die historischen Spuren der ehemaligen Militär- und Forschungsanlagen sichtbar machen will. Allerdings spielt die ehemalige Lagerstätte Trassenheide in dieser touristischen Erinnerungskultur bisher kaum eine Rolle. Die Stationen der Denkmal-Landschaft vermitteln zwar einen Einblick in die technisch-historische Bedeutung der Region, doch die Erinnerung an die Zwangsarbeiter bleibt an vielen Stellen unzureichend verankert.

Die Landschaft um Karlshagen und Trassenheide ist heute von Naturschutz und Erholung geprägt. Die Nähe zur Peene und zur Ostsee sowie die ruhige Lage machen die Region zu einem beliebten Ausflugsziel. Dennoch birgt dieser friedliche Ort eine düstere Vergangenheit, die nicht zu übersehen ist – gerade weil sie heute fast unsichtbar geworden ist. Wer sich für die Geschichte des Nationalsozialismus und die Opfer der Zwangsarbeit interessiert, sollte den Ort bewusst aufsuchen, um die Erinnerung an diese Zeit wachzuhalten.

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Häufige Fragen zu 14. Das Lager Trassenheide

Wo liegt das Lager Trassenheide in Karlshagen?
Das Lager Trassenheide liegt im Ortsteil Karlshagen auf der Insel Usedom, zwischen Trassenheide und Peenemünde. {stand}

Quelle: wikipedia

Was ist die Geschichte des Lagers Trassenheide?
Das Gelände war ab 1939 Teil des Sperrgebiets der Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Es diente als Wohnsiedlung für Mitarbeiter der Versuchsanstalten und blieb nach dem Krieg erhalten. {stand}

Quelle: wikipedia

Gibt es heute noch Überreste des Lagers Trassenheide?
Ja, einige Gebäude der ehemaligen Siedlung sind noch erhalten, darunter Teile der Wohnbauten und der ehemalige Bahnhof Karlshagen-Siedlung mit einem Luftschutzbunker-Tunnel. {stand}

Quelle: wikipedia

Ist das Gelände öffentlich zugänglich?
Große Teile des ehemaligen Sperrgebiets, zu dem auch das Lager Trassenheide gehörte, gelten noch immer als munitionsbelastet und sind daher nicht öffentlich zugänglich. {stand}

Quelle: website