Stadtpark

Aschrottpark

Graf-Bernadotte-Platz 5, 34119 Kassel

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Romantisch Ganzjährig

Ausflug Natur Park Stadt Aschrottpark Kassel

Der Aschrottpark in Kassel ist ein historisch gewachsener Volksgarten, der sich auf einem markanten Geländesporn aus Kalkstein befindet. Ursprünglich im 18. Jahrhundert als Sandküppel und später als Tannenkuppe bekannt, diente das Gelände bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unter anderem zur Kalkgewinnung. In den 1880er Jahren erwarb der Kasseler Kaufmann und Stadtplaner Sigmund Aschrott das Areal und ließ es durch die Gartenarchitekten Brüder Siesmayer zu einem landschaftsgärtnerischen Park umgestalten. Zwischen 1885 und 1896 entstand so ein öffentlicher Erholungsraum mit ovalem Rasenparterre, Zierpflanzungen, geschwungenen Wegen, einem Rondell und einem Aussichtspunkt mit Blick zum Habichtswald. Der Park bildete einen städtebaulichen Abschluss im Westen der Hohenzollernstraße.

In den folgenden Jahrzehnten erhielt der Park weitere Gestaltungselemente: Um 1900 entstand ein Tennisplatz, und 1901 wurde der gesamte Parkareal von einer Radrennbahn umgeben. Während des Zweiten Weltkriegs dienten Teile des Geländes als Luftschutzstollen, die später wieder verfüllt wurden. 1957 kaufte die Stadt Kassel den Aschrottpark und ließ ihn in den Jahren 1960 bis 1962 nach historischen Plänen des ursprünglichen Gestalters wiederherstellen. Südlich des Parks befindet sich das Marie-von-Boschan-Aschrott-Altersheim, das 1929 bis 1932 errichtet wurde und vom Sohn des Parkgründers gestiftet wurde. Es ist nach dessen Schwester benannt.

Heute dient der Aschrottpark als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung und lädt zu Spaziergängen, sportlicher Betätigung und Verweilen in der Natur ein. Die parkähnliche Anlage mit ihren geschwungenen Wegen, alten Baumbeständen und offenen Rasenflächen bietet einen Kontrast zur umliegenden Stadt und lädt zum Verweilen ein. Besucher finden hier sowohl Ruhepunkte als auch eine gewisse kulturelle und historische Prägung durch die Nähe zum Altersheim und die Verbindung zur städtebaulichen Entwicklung Kassels im 19. Jahrhundert. Der Park ist ein Beispiel für die bürgerliche Parkschöpfung des späten 19. Jahrhunderts und spiegelt die damaligen Ideale der Landschaftsgärtnerei wider.

Obwohl der Aschrottpark eine ruhige und grüne Oase im Stadtteil darstellt, wird er heute auch von einer Bundesbehörde geprägt, was sich in der öffentlichen Wahrnehmung widerspiegelt. Dies führt zu einer besonderen Nutzungsmischung, die sowohl Erholung als auch funktionale Aspekte beinhaltet. Dennoch bleibt der Park ein geschätzter Ort für Spaziergänge, Gespräche und die Begegnung mit Geschichte und Natur im Herzen von Kassel.

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