Kirche St. Maria
Highlights
- Die Rosenkranzkirche St. Maria in Kassel wurde 1899 erbaut und 1901 geweiht.
- Sie ist eine neuromanische Kirche mit quadratischem Grundriss und großen Rundbogenfenstern.
- Im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt, aber 1949 wiederaufgebaut.
Tipps
- Die Kirche St. Maria im Stadtteil Vorderer Westen ist tagsüber geöffnet und lädt zur Besinnung ein.
- Der Eingang zur Rosenkranzkirche befindet sich am Kirchweg in Kassel-Vorderer Westen.
- Die neuromanische Kirche wurde 1901 geweiht und ist seitdem ein Ort der Andacht im Kasseler Westen.
Eigenschaften
Über Kirche St. Maria
Die Kirche St. Maria, auch bekannt als Rosenkranzkirche, ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im Kasseler Stadtteil Vorderer Westen. Sie gehört zum Bistum Fulda und ist ein markantes Beispiel für den neuromanischen Kirchenbau des späten 19. Jahrhunderts. Die Kirche entstand aus dem Bedarf einer wachsenden katholischen Gemeinde im damaligen Vorort Wehlheiden, die zuvor weite Wege zu anderen Kirchen zurücklegen musste. Ab 1899 wurde das Gebäude errichtet und bereits zwei Jahre später geweiht. Der Bauplatz am Bebelplatz wurde durch eine Schenkung des Bankiers Sigmund Aschrott ermöglicht.
Der Architekt Georg Kegel entwarf ein Bauwerk im strengen neuromanischen Stil, das sich durch klare geometrische Formen und eine symmetrische Anordnung auszeichnet. Ursprünglich als Backsteinbau geplant, wurde die Kirche letztendlich vorwiegend aus Bruchsteinen errichtet. Auffällig sind die Rundbogenfenster, das perfekt proportionierte Quadrat der Vierung sowie die schlichte, dennoch edle Ausstattung. Im Innenraum finden sich wenige, aber bedeutungsvolle kunsthandwerkliche Elemente, darunter steinerne Porträts von Architekt Kegel und dem ersten Pfarrer Heinrich Burchard sowie schmiedeeiserne Gitter mit floralen Mustern, die stilistische Übergänge zum Jugendstil aufweisen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche 1944 durch Bomben schwer beschädigt, das Gewölbe stürzte ein und die Orgel brannte vollständig ab. Nach Kriegsende begannen 1946 die Wiederaufbauarbeiten, die bis in die 1950er Jahre andauerten. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Kirche schrittweise wiederhergestellt und erhielt unter anderem eine neue Orgel. Heute dient die Rosenkranzkirche als zentrales Gotteshaus einer großen Pfarrgemeinde, die mehrere Stadtteile und Ortsteile im Raum Kassel umfasst.
Die Kirche ist nicht nur ein Ort der religiösen Gemeinschaft, sondern auch ein kulturelles Zentrum mit regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten, Konzerten und Veranstaltungen. Sie steht werktags tagsüber offen und lädt zur Besinnung ein. Die Sakralbauten der Pfarrgemeinde St. Maria umfassen neben der Rosenkranzkirche weitere Kirchen in Bad Wilhelmshöhe, Harleshausen und Ahnatal, wodurch sie eine zentrale Rolle im kirchlichen Leben der Region spielt.