Denkmal/Gedenkstätte

Das Antirassistische Mahnmal an der Keupstraße

Schanzenstraße 1A, 50735 Mülheim

Highlights

  • 2015 beschloss der Mülheimer Rat ein antirassistisches Mahnmal in der Keupstraße zu errichten.
  • 2019 wurde eine Holzplatte im Museum Ludwig als erstes sichtbares Zeichen des Denkmals präsentiert.
  • Das Projekt entstand nach dem NSU-Tribunal 2017 als Teil der lokalen Erinnerungskultur an Rassismus

Tipps

  • Das Mahnmal befindet sich in der Nähe der Keupstraße und thematisiert rassistische Gewalt sowie strukturelle Diskriminierung in der Stadtgeschichte.
  • Ein Besuch bietet die Möglichkeit, sich über die historische Bedeutung des Denkmals und die Initiativen zur Erinnerungskultur zu informieren.
  • Die Gestaltung des Mahnmals verbindet künstlerische Elemente mit lokalen Bezügen und lädt zur Reflexion über gesellschaftliche Verantwortung ein.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Antirassistisches Mahnmal Mülheim – Keupstraße

Das Antirassistische Mahnmal an der Keupstraße in Mülheim ist ein zentrales Symbol für den Kampf gegen Rassismus und Gewalt in der Region. Initiiert durch den Rat der Stadt nach dem NSU-Terror und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ in Köln, entstand das Denkmal als Reaktion auf die systematische Diskriminierung und die ungesühnten Morde rechtsextremer Netzwerke.

Der künstlerische Wettbewerb zur Gestaltung des Mahnmals wurde 2015 vom Rat der Stadt ausgelobt, um eine würdige Erinnerung an die Opfer rassistischer Gewalt zu schaffen. Besonders engagiert setzte sich die Kölner Ortsgruppe des Tribunals für die Realisierung ein, während lokale Initiativen wie „Herkesin Meydani – Platz für Alle“ und Künstler*innen aus dem In- und Ausland den Prozess begleiteten. Ein Meilenstein war 2019 die Präsentation einer provisorischen Holzplatte im Museum Ludwig, die als Diskussionsgrundlage für das spätere Denkmal diente.

Das Mahnmal steht als Mahnung gegen Vergessen und für Solidarität. Es erinnert an die Betroffenen von rassistischer Gewalt, die bis heute oft unsichtbar bleiben, und fordert die Gesellschaft auf, sich aktiv gegen Diskriminierung einzusetzen. Durch seine zentrale Lage in Mülheim wird es zum Ort der Begegnung und des Gedenkens – ein Ort, der die Geschichte der Stadt mit den Erfahrungen von Migrant*innen und Minderheiten verbindet. Mit einem Google-Rating von 5,0/5 unterstreicht es seine Bedeutung als Ort der Erinnerung und des Widerstands.

Das Denkmal ist Teil eines breiteren Netzwerks antirassistischer Initiativen, das sich auch auf die Nachbarregionen auswirkt. Es zeigt, wie Kunst und Zivilgesellschaft gemeinsam gegen Hass und Ausgrenzung kämpfen können. Wer sich für die Themen Erinnerungskultur und soziale Gerechtigkeit interessiert, findet hier einen Ort, der zum Nachdenken anregt und zum Handeln motiviert.

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