Feministisches Archiv und Dokumentationszentrum
Highlights
- Das feministische Archiv FrauenMediaTurm in Köln bewahrt Bücher, Dokumente und Bilder zur Neuen und Historischen Frauenbewegung.
- Die Präsenzbibliothek ist montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr mit Voranmeldung zugänglich.
- Jeden 4. Mittwoch im Monat finden öffentliche Führungen statt, zuletzt am 24.06.2026 um 17 Uhr.
Tipps
- Das feministische Archiv im Bayenturm ist montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Voranmeldung erforderlich.
- Am 4. Mittwoch im Monat um 17 Uhr gibt es öffentliche Führungen, nächste am 24.06.2026.
- Interessierte können den Newsletter für aktuelle Informationen abonnieren.
Eigenschaften
Über Feministisches Archiv und Dokumentationszentrum
Das Feministische Archiv und Dokumentationszentrum befindet sich im historischen Bayenturm in Köln, einem etwa 1220 erbauten, gut erhaltenen Wehrturm, der fast wie eine Burg wirkt. Seit Mitte der 1990er Jahre beherbergt der Turm die gemeinnützige Stiftung FrauenMediaTurm, die sich der Aufgabe verschrieben hat, die Geschichte der Emanzipation von Frauen zu sichern und zu vermitteln. In der Präsenzbibliothek des Archivs stehen umfangreiche Sammlungen zur Neuen und Historischen Frauenbewegung sowie zu bedeutenden Pionierinnen zur Verfügung.
Die Einrichtung versteht sich als Ort der Recherche und des Austauschs. Neben einer umfangreichen Literatur- und Bilddatenbank bietet sie Zugang zu digitalen Archiven, darunter die Chronik der Neuen Frauenbewegung, das Medienportal und die vollständigen Ausgaben der Zeitschrift EMMA über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Besucherinnen haben die Möglichkeit, sich in thematische Reihen einzulesen, an öffentlichen Führungen teilzunehmen oder im Lesesaal zu stöbern. Der Bayenturm selbst verbindet dabei historische Substanz mit moderner Architektur.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erinnerungskultur: Im Social Media Archiv „Auf ihren Schultern“ werden Beiträge aus sozialen Netzwerken gesammelt und langfristig aufbewahrt, um feministische Positionen und Debatten für die Zukunft zu sichern. Daneben finden künstlerische und wissenschaftliche Projekte statt, die sich mit Themen wie Erinnern, Vergessen und kulturellem Erbe beschäftigen. Unterstützt wird das Archiv unter anderem durch einen Förderverein, der sich aus engagierten Bürgerinnen zusammensetzt.
Das Archiv ist durchweg als Forschungs- und Bildungsressource konzipiert und richtet sich sowohl an Wissenschaftlerinnen, Lehrkräfte und Studierende als auch an interessierte Öffentlichkeit. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt, darunter Vorträge, Workshops und künstlerische Interventionen, die den Austausch über feministische Themen fördern. Praktikumsplätze in verschiedenen Bereichen wie Archiv, Bibliothek oder Kulturmanagement ergänzen das Angebot für interessierte Personen.