Kirche/Kloster

Russisch-orthodoxe Kirche Hll. Konstantin und Helena

Maria-Ablaß-Platz 14, 50670 Köln

Highlights

  • Die russisch-orthodoxe Kirche Hll. Konstantin und Helena nutzt seit den 1970ern die historische Marienkapelle Kölns, ursprünglich 1528 als Gnadenkapelle erbaut.
  • Die Kapelle beherbergt ein mittelalterliches Marienfresko (um 1431) und gehört zur Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche seit 1972.
  • Eigentümerin bleibt die katholische Pfarrgemeinde St. Gereon, während die Kirche unter Denkmalschutz steht und seit 1971 regelmäßig von orthodoxen Geistlichen bedient wird.

Tipps

  • Die Kirche verfügt über eine historische Gnadenkapelle mit einem mittelalterlichen Marienbildnis, das durch Restaurierungen erhalten wurde und sich an der Südwand befindet.
  • Der Zugang zur Kirche erfolgt über eine historische Außenwand der ehemaligen Pfarrkirche ‚Maria Ablass‘, die heute als Teil der russisch-orthodoxen Kapelle genutzt wird.
  • Im Inneren der Kapelle sind drei gotische Fenster an der Nordseite eingebaut, die das Kapelleninnere mit natürlichem Licht versorgen und den Raum atmosphärisch gestalten.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Russisch-orthodoxe Kirche Köln: Hll. Konstantin & Helena

Die russisch-orthodoxe Kirche Hll. Konstantin und Helena in Köln ist ein historisch bedeutendes Sakralbauwerk, das seit den 1970er Jahren von der russisch-orthodoxen Gemeinde der Stadt genutzt wird. Damals schenkte ein Kölner Bischof die Marienkirche dem 922 gegründeten Damenstift St. Pantaleon, das bis heute Eigentümerin des Gebäudes bleibt. Die Kapelle, die heute den Namen der Heiligen Konstantin und Helena trägt, entstand aus einem spätmittelalterlichen Anbau an die ursprüngliche Pfarrkirche und wurde nach dem Abriss dieser im Jahr 1808 zur eigenständigen Gnadenkapelle.

Das Innere der Kirche bewahrt noch heute Spuren ihrer bewegten Geschichte. Besonders sehenswert ist das mittelalterliche Gnadenbild der Gottesmutter, das ursprünglich an der Außenwand der alten Pfarrkirche hing und vor Witterungseinflüssen geschützt wurde. Das mehrfach restaurierte Fresko, zuletzt von der Kölner Künstlerin Rita Paasche-Hecker überarbeitet, zeigt die zentrale Darstellung der Heiligen Maria mit dem Kind und ist heute in der rechten oberen Südwand der Kapelle zu finden. Drei gotische Fenster an der Nordseite lassen natürliches Licht in den Raum eindringen und unterstreichen die sakrale Atmosphäre des Raumes.

Die Nutzung durch die russisch-orthodoxe Gemeinde begann in den 1970er Jahren, als sich in Köln eine wachsende orthodoxe Gemeinschaft formierte – vor allem durch den Zustrom von „Gastarbeitern“ aus Griechenland und Jugoslawien. Die Gemeinde gehört zur Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche und feiert seit ihrer Gründung regelmäßig Gottesdienste, die von Geistlichen aus verschiedenen Regionen wie Düsseldorf oder Oberhausen geleitet werden. Die Kirche dient heute als spirituelles Zentrum für Gläubige und als Ort der Begegnung, während ihre historische Bausubstanz unter Denkmalschutz steht und an die Kölner Kirchengeschichte erinnert.

Der historische Kontext der russisch-orthodoxen Kirchen in Deutschland reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als erste Gemeinden in Berlin und Dresden entstanden. Besonders prägend war die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als durch Migration die Bedürfnisse orthodoxer Gläubiger in Westdeutschland sichtbar wurden. Die Kapelle in Köln verbindet so zwei Epochen: ihre mittelalterliche Marienverehrung und die lebendige orthodoxe Tradition, die sie heute prägt. Als eines der wenigen erhaltenen Beispiele orthodoxen Kirchenbaus in der Region ist sie ein bedeutender kultureller und religiöser Ort in der Kölner Sakrallandschaft.

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