Museum

Isergebirgs-Museum

87666 Pforzen

Highlights

  • Das Isergebirgs-Museum in Pforzen zeigt 400 Jahre deutsche Industrie- und Kulturgeschichte.
  • Es dokumentiert die Vertreibung der Sudetendeutschen und deren Neubeginn in Neugablonz.
  • Schwerpunkte sind Glas, Schmuck und die industrielle Entwicklung der Region.

Tipps

  • Das Museum liegt im Herzen von Neugablonz und ist gut zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen.
  • Eintrittskarten können am Empfang gekauft oder online gebucht werden.
  • Führungen sind auf Anfrage möglich und bieten vertiefte Einblicke in die Ausstellungen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Isergebirgs-Museum

Das Isergebirgs-Museum in Pforzen, einem Stadtteil von Kaufbeuren im Landkreis Ostallgäu, zählt zu den bedeutendsten Privatmuseen Bayerns. Es wird von der Stiftung Isergebirgs-Museum getragen und dokumentiert eindrucksvoll rund 400 Jahre deutsche Kultur- und Industriegeschichte in Nordböhmen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der traditionsreichen Herstellung von Glas und Schmuck, sondern auch auf der bewegten Geschichte der Sudetendeutschen und ihrem Neuanfang in Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Ursprung des Museums liegt in der Gründungsgeschichte von Neugablonz im Jahr 1946. Heimatvertriebene aus der böhmischen Stadt Gablonz an der Neiße (heute Jablonec nad Nisou) siedelten im Rahmen der größten geschlossenen Vertriebenensiedlung Deutschlands in der Region um Kaufbeuren. Mit ihrem Fachwissen und ihrer unternehmerischen Leidenschaft gründeten sie eine florierende Schmuck- und Glasindustrie, die weltweit für hochwertige Modeschmuck-Kreationen bekannt wurde. Das Museum erzählt diese Erfolgsgeschichte und zeigt, wie aus Not und Neubeginn eine blühende Industrie entstand.

Besucher erwarten nicht nur Exponate zur regionalen Kulturgeschichte, sondern auch zur Zeitgeschichte und Industrieentwicklung des Isergebirges. Die Dauerausstellung führt in die kunstvolle Welt des Glases und Schmucks ein und erläutert die technischen sowie kreativen Prozesse, die hinter den berühmten Produkten standen. Daneben thematisiert das Museum die Vertreibung der Deutschen aus den Sudeten und den Wiederaufbau in der neuen Heimat. Diese facettenreiche Erzählung macht das Isergebirgs-Museum zu mehr als einem reinen Heimatmuseum – es ist ein Ort des Gedenkens, Lernens und Staunens.

Das Museum beherbergt regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die vertiefende Einblicke in spezielle Themen der regionalen und überregionalen Geschichte bieten. So werden beispielsweise Persönlichkeiten und Innovationen aus Böhmen und Mähren vorgestellt, die Wegbereiter der Mobilität waren – darunter auch Ferdinand Porsche. Diese thematischen Ausstellungen laden dazu ein, die vielfältigen Verbindungen zwischen Geschichte, Technik und Kultur aufzugreifen und neu zu entdecken.

Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,6 von 5 Sternen bei über 50 Bewertungen zählt das Isergebirgs-Museum zu den besonders gut bewerteten Kulturangeboten in der Region. Es ist sowohl für Interessierte der Regionalgeschichte als auch für technik- und kulturbegeisterte Besucher ein lohnendes Ausflugsziel im Allgäu.

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