Museum

Kunsthaus

Spitaltor 2, 87600 Kaufbeuren

Highlights

  • Das Kunsthaus Kaufbeuren zeigt zeitgenössische Kunst in 500 m² Fläche mit wechselnden Ausstellungen und internationalen Diskursen.
  • Architektonisch inspiriert vom mittelalterlichen Archivturm, verbindet der Neubau Glas, Beton und Holzpaneele mit historischer Altstadttradition.
  • Gegründet 1995 durch Hans Dobler, fördert die Stiftung Kunstprojekte, Workshops und barrierefreie Angebote inkl. rollstuhlgerechtem Zugang.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt ins Kunsthaus.
  • Die Architektur des Gebäudes verbindet moderne Materialien wie Glas und Beton mit historischen Elementen wie dem wiederaufgebauten Archivturm.
  • Auf zwei Etagen stehen insgesamt etwa 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche für wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst zur Verfügung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunsthaus Kaufbeuren – Kultur-Ausflug

Das Kunsthaus Kaufbeuren ist ein lebendiger Ort der zeitgenössischen Kunst und Kultur im Herzen der Altstadt. Gegründet von dem Kaufbeurer Unternehmer Hans Dobler, wurde es als Stiftung des bürgerlichen Rechts ins Leben gerufen, um der Region ein architektonisch beeindruckendes und kulturell bedeutendes Haus zu schenken. Der Neubau verbindet moderne Ästhetik mit historischen Bezügen und schafft so einen einzigartigen Rahmen für wechselnde Ausstellungen und Projekte internationaler Künstler*innen.

Die Architektur des Kunsthauses ist ein faszinierendes Zitat der Kaufbeurer Geschichte. Der schmale Baukörper mit steilem Dach erinnert an mittelalterliche Salz- und Kornstadel, während der wiederaufgebaute Archivturm als zentraler Treppenturm dient – ein bewusster Kontrast zu den historischen Stadtbefestigungen. Glas und Beton prägen das Erscheinungsbild, während Stahlbinder und großflächige Holzpaneele im Dachbereich des zweiten Ausstellungsraums für eine moderne, lichtdurchflutete Atmosphäre sorgen. Auf zwei Etagen stehen rund 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung, die sich ideal für wechselnde Schauen eignen.

Das Kunsthaus versteht sich nicht nur als Teil des lokalen Kulturlebens, sondern auch als Forum für internationale Diskurse. Durch wechselnde Ausstellungen und Projekte fördert es eine Auseinandersetzung mit aktuellen Themen der Kunst und Kultur. Besonders bemerkenswert ist die Ausstellung „Zärtlichkeit, Zins & Zusammenbruch“, die 2026 gezeigt wird und die Arbeit der Künstlerin Julia Lübbecke präsentiert. Neben klassischen Ausstellungen legt das Haus Wert auf interaktive Formate: Workshops und geführte Rundgänge richten sich gezielt an verschiedene Zielgruppen und ermöglichen eine praktische Auseinandersetzung mit den Exponaten.

Als ergänzender Baukörper schließt das Kunsthaus eine Lücke in der historischen Spitaltradition Kaufbeurens. Nach dem Abbruch älterer Gebäude war der Spitalhof eine offene Fläche – die Kapelle war verschwunden, der Archivturm abgerissen, und nur noch Stallungen und Herbergsgebäude zeugten von der Vergangenheit. Der Neubau greift diese Tradition auf, ohne historisierend zu wirken, und schafft so einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Besonders gelungen ist die Integration des Archivturms als architektonisches Symbol, das an die kulturelle Identität der Stadt erinnert.

In einer Zeit, in der öffentliche Kulturetats zunehmend knapper werden, setzt das Kunsthaus auf private Förderung – ein Zeichen für das Engagement der Region für Kunst und Kultur. Durch seine barrierefreien Zugänge, inklusive rollstuhlgerechter Toiletten, öffnet es das kulturelle Erleben einem breiten Publikum. Das Kunsthaus Kaufbeuren ist damit nicht nur ein Ort der Inspiration, sondern auch ein lebendiges Zeichen für die Bedeutung von Kunst als Teil des gesellschaftlichen Dialogs.

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