Denkmal/Gedenkstätte

Arminiusgrab

Am Roßgang 5, 34260 Kaufungen

Highlights

  • Das Arminiusgrab in Kaufungen ist ein historisches Bergwerkmuseum im Rossgang.
  • Es zeigt original erhaltene Pferdegöpel-Technik zur Kohleförderung aus dem 19. Jahrhundert.
  • Das Museum wird von der Kunigundengemeinde Kaufungen getragen und ist saisonal geöffnet.

Tipps

  • Das Bergwerkmuseum Rossgang ist sonntags von April bis Oktober zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet.
  • Kostenlose Führungen finden am letzten Sonntag jeden Monats von April bis Oktober statt.
  • Das Gelände ist gut ausgeschildert und etwa 20 Minuten Besuchszeit sollten eingeplant werden.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Arminiusgrab

Das Arminiusgrab in Kaufungen ist ein bedeutendes kulturelles Denkmal im Landkreis Kassel in Hessen. Es zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Region und erinnert an die reiche Bergbaugeschichte des Gebiets. Der Name verweist auf eine tiefe Verbindung zur lokalen Industriekultur, die über Jahrzehnte geprägt war von Braunkohleförderung und technischen Innovationen vor dem Zeitalter der Dampfmaschine.

Das Herzstück des Ortes bildet der sogenannte „Rossgang“, der einzige erhaltene bergmännische Pferdegöpel in Westeuropa. Diese Anlage wurde einst genutzt, um mithilfe von Pferdekraft Braunkohle aus bis zu 28 Metern Tiefe zu fördern. Das charakteristische Göpelhaus mit seinem freitragenden Dach sowie das direkt angrenzende Schachthaus sind heute als technisches Denkmal erhalten und zeugen von der frühen Industrialisierung in der Region. Nachdem die Förderung durch Dampfmaschinen übernommen wurde, geriet der Standort zeitweise in Vergessenheit, ehe ihn eine Bürgerinitiative in den 1970er Jahren wiederentdeckte und restaurierte.

Heute beherbergt das Gelände ein Bergwerkmuseum, das von der Kunigundengemeinde Kaufungen getragen wird. Besucher*innen können die authentische Technik hautnah erleben: Im Zentrum des Göpelrunds steht der historische Wellbaum, um den einst zwei Pferde im Kreis gingen, um das Förderseil auf- und abzuwickeln. Die Kraftübertragung zu Schacht, Förderwagen und Bergarbeitsgeräten ist weitgehend erhalten. Eine informative Dauerausstellung beleuchtet die Geschichte des Kaufunger Bergbaus, die Braunkohleförderung sowie die Arbeitswelt der Bergleute. Ergänzt wird das Angebot durch ein Modell einer vorindustriellen Alaunsiederei im Außenbereich, das die frühere Produktion dieses wichtigen Rohstoffs veranschaulicht.

Das Arminiusgrab ist besonders wegen seiner landschaftlichen Lage und der lehrreichen Einblicke in die vordampfmaschinelle Bergbaukultur ein lohnendes Ausflugsziel. Jeden letzten Sonntag im Monat von April bis Oktober finden öffentliche Führungen statt. Auch individuelle Besichtigungen sind möglich, wobei Führungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten gegen Voranmeldung angeboten werden. Der Standort ist gut ausgeschildert und leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

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