römischer Brunnen
Highlights
- In Kelsterbach wurde 1973 ein römischer Steinbrunnen aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. entdeckt.
- Der Brunnen steht in Verbindung mit einer nahegelegenen römischen Villa rustica.
- In seiner Fassung fanden Archäologen ein Skelett und eine Sandsteinskulptur eines Stiers.
Tipps
- Der römische Brunnen in Kelsterbach ist ein archäologisches Fundstück aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. und wurde 1973 entdeckt.
- Der Brunnen stammt vermutlich von einer nahegelegenen römischen Villa rustica und ist aus Natursteinen ohne Mörtel gemauert.
- Der Schacht ist heute zugeschüttet, ein Besuch lohnt nur bei Interesse an Regionalgeschichte, dauert aber nur wenige Minuten.
Eigenschaften
Über römischer Brunnen
Der sogenannte Römische Brunnen befindet sich im hessischen Kelsterbach und zählt heute zu den lokal bekannten Denkmälern römischer Kultur. Der Brunnen wurde im Jahr 1973 im äußersten Westen der Gemarkung Schwanheim entdeckt. Archäologische Untersuchungen ergaben, dass es sich um ein Bauwerk aus der römischen Zeit handelt. Die Fundstelle liegt in unmittelbarer Nähe zu den Überresten einer römischen Villa rustica, was auf eine enge zeitliche und funktionale Verbindung hinweist.
Der Brunnen ist aus Natursteinen ohne Verwendung von Mörtel gemauert und weist eine Tiefe von etwa 3,8 Metern auf. Während der Ausgrabungen fanden Forscher in einer Tiefe von 1,5 Metern ein menschliches Skelett sowie in etwa 2,8 Metern Tiefe eine Sandsteinskulptur eines Stiers. Diese Funde deuten auf eine mögliche rituelle oder symbolische Bedeutung des Brunnens hin. Heute ist der eigentliche Schacht zugeschüttet. Der sichtbare obere Teil des Brunnens besteht aus einem putzverzierten Kragen, der vermutlich erst nach der Wiederentdeckung im 20. Jahrhundert ergänzt wurde.
Der Römische Brunnen ist als historische Sehenswürdigkeit in Kelsterbach ein kleiner, aber dennoch dokumentierter Hinweis auf die römische Besiedlung in der Region um Groß-Gerau. Die Anlage ist nicht sonderlich spektakulär und lässt sich innerhalb weniger Minuten besichtigen. Einige Besucher berichten, dass der Brunnen lediglich ein schlichtes, steinernes Loch im Wald darstelle und nicht sonderlich sehenswert sei. Andere Gäste beschreiben ihn hingegen als einen interessanten Fundort mit klarem Bezug zur römischen Geschichte der Gegend.
Die Bewertungen im Internet spiegeln diese unterschiedlichen Eindrücke wider. Mit einem Durchschnitt von 3,5 von 5 Sternen bei insgesamt 79 Bewertungen zeigt sich eine geteilte Meinung unter den Besuchenden. Während einige den kurzen Abstecher als lohnenswert empfinden, sehen andere keinen Grund für einen gezielten Besuch. Der Standort ist leicht zugänglich und kann problemlos im Rahmen eines Spaziergangs durch den Stadtwald erkundet werden.