Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Oranienbaum

Schloßstraße 9a, 06785 Oranienbaum-Wörlitz

Highlights

  • Schloss Oranienbaum ist ein holländisch geprägtes Architekturensemble aus dem 17. Jahrhundert.
  • Die Anlage umfasst Schloss, Park und das einzig erhaltene Englisch-chinesische Gartenensemble in Deutschland.
  • Heute können Besucher restaurierte Räume wie den Ledertapetensaal und das Chinesische Haus erkunden.

Tipps

  • Schlossführungen finden stündlich zwischen 10 und 16 Uhr statt, letzter Einlass eine Stunde vor Schließung.
  • Der Schlosspark ist ganzjährig kostenfrei geöffnet und lädt mit Schattenplätzen zum Verweilen ein.
  • Radfahrer finden vor Ort einen Radstellplatz, der Rundgang durch den Park ist auch zu Fuß oder mit dem Rad möglich.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Schloss Oranienbaum

Das Schloss Oranienbaum in Oranienbaum-Wörlitz, Sachsen-Anhalt, ist eine barocke Schlossanlage mit holländischem Gepräge, die im Auftrag von Henriette Catharina, Gemahlin des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau, entstand. Die Prinzessin stammte aus dem Haus Oranien-Nassau, was sich deutlich im Baustil und der Anlage widerspiegelt. Der aus den Niederlanden stammende Baumeister Cornelis Ryckwaert trug maßgeblich zur holländischen Architektur und Gestaltung des Schlosses bei. Ursprünglich als Sommerresidenz errichtet, wurde die Anlage nach dem Tod der Fürstin als Witwensitz ausgebaut und weiter vergrößert.

Das Schloss ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Gartenreich Dessau-Wörlitz“ und steht in enger Verbindung mit dem gleichnamigen Park, der sich über rund 28 Hektar erstreckt. Der Garten wurde nach niederländischem Vorbild angelegt und später im Zuge der Gestaltung des Gartenreichs um Elemente im Englisch-chinesischen Stil erweitert. Zu den sehenswerten Bauwerken im Park gehören das Chinesische Haus sowie eine fünfstöckige Pagode, die in eine idyllische Insellandschaft mit Bogenbrücken und Findlingen eingebettet sind. Eine der bemerkenswertesten Anlagen ist die Orangerie, die seit ihrer Errichtung ununterbrochen zur Unterbringung von Zitruspflanzen genutzt wird.

Das Innere des Schlosses beherbergt eine reichhaltige Ausstattung, darunter Ledertapeten, Fayencen und Gemälde. Räume wie der Fliesenkeller, der Ledertapetensaal und der Spiegelkristallsaal mit Werken des niederländischen Glaskünstlers Bernhard Heesen zeugen von der früheren Pracht. Im Zuge umfangreicher Sanierungsarbeiten können Besucher den Fortschritt der Restaurierung mitverfolgen. Einige Bereiche wie der Ledertapetensaal und der nördliche Pavillon sind bereits wieder zugänglich. Im Pavillon wurde zudem das TabakCollegium eingerichtet, das die historische Tabakproduktion unter Henriette Catharina thematisiert.

Nach einer Phase geringer Nutzung in der DDR-Zeit, in der das Schloss unter anderem als Archiv diente, wird es heute schrittweise restauriert und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Der Schlosspark ist das ganze Jahr über geöffnet und lädt mit seinen weitläufigen Anlagen und Schattenplätzen zu Spaziergängen ein. Auch für Radfahrer gibt es entsprechende Stellmöglichkeiten. Veranstaltungen und kulturelle Bildungsangebote ergänzen das Angebot rund um das Schloss und seine Geschichte.

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