Schlootkuhlen
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Schlootkuhlen in Kempen umfasst 62,13 Hektar und wurde 1989 unter Schutz gestellt.
- Es liegt nordwestlich der Kempen-Kernstadt, westlich der Niers und ist Teil des Biotopverbundsystems.
- Gefährdete Arten wie der Kleinspecht, Sumpffarn und die Wasserfledermaus leben im Gebiet.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Schlootkuhlen eignet sich hervorragend für Spaziergänge in ruhiger Umgebung.
- Erholung und Naturbeobachtung sind hier durch vielfältige Lebensräume möglich.
- Besucher finden ausgeprägte Wasserflächen, Laubwälder und feuchte Grünflächen vor.
Eigenschaften
Über Schlootkuhlen
Das Naturschutzgebiet Schlootkuhlen befindet sich im nordwestlichen Bereich der Stadt Kempen im Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen. Es erstreckt sich entlang der Niersaue und grenzt im Westen an die Landesstraße L 361, während im Osten der Springbach und im Westen der Landgraben durch das Gelände fließen. Mit einer Fläche von rund 62 Hektar wurde das Gebiet in den späten 1980er Jahren unter Naturschutz gestellt und bildet heute einen wichtigen Bestandteil des regionalen Biotopverbundsystems.
Geprägt wird die Landschaft von einer typischen Niederung mit einem vielfältigen Mosaik aus Feuchtgrünland, einzelnen Laubwaldflächen, offenen Wasserflächen und feuchten Bruchwäldern. Besonders auffällig sind die zahlreichen Kuhlen, die durch ehemaligen Torfabbau entstanden sind und heute unterschiedliche Verlandungsstadien durchlaufen. Diese Gewässer sind oft von Grauweidengebüsch und spärlichen Röhrichtzonen umgeben. Im östlichen Teil des Gebietes finden sich wertvolle Erlen-Bruchwälder sowie quellige Bereiche mit artenreicher Pflanzendecke, darunter seltene Arten wie der Sumpffarn.
Das Schutzgebiet beherbergt eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Zu den nachgewiesenen Brutvögeln zählen unter anderem der Kleinspecht, der Steinkauz sowie der Eisvogel. Auch verschiedene Fledermausarten wie die Wasserfledermaus nutzen das Gebiet. Die vielfältigen Lebensräume bieten zudem Rückzugs- und Fortpflanzungsplätze für Amphibien, Gliederfüßer und seltene Pflanzengesellschaften. Die ökologische Bedeutung des Gebietes zeigt sich auch in seiner Funktion als Verbindungselement im Biotopverbund zwischen der Schleckniederung und den Rahmsümpfen.
Das Gelände lädt zu ruhigen Spaziergängen entlang der Wasserwege und schmalen Wege ein, die sich durch das Schutzgebiet ziehen. Die unmittelbare Nähe zur Autobahn A 40 steht dem Erholungswert nicht entgegen, da das Areal durch seine natürliche Ausstattung und die abwechslungsreiche Struktur eine Oase der Ruhe darstellt. Besucher berichten von einer hohen Erholungsqualität und der Möglichkeit, Natur ungestört zu genießen. Die Landschaft vermittelt einen Eindruck von der ursprünglichen Niedermooraue und trägt zur Erhaltung gefährdeter Biotope bei.