Pfarrheim und Pfarrbüro Stenden
Highlights
- Das Pfarrheim Stenden beherbergt einen hellen Versammlungsraum, genutzt von Lektoren, Messdienern und der Altentagesstätte.
- Das Pfarrbüro liegt in historischer Nähe zum Stendener Dom, dessen gotische Kellergewölbe aus dem 12.–13. Jh. erhalten sind.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang zum Pfarrheim ermöglicht einen einfachen Eintritt für alle Besucher, inklusive Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung.
- Im historischen Pfarrhaus finden verschiedene Gruppen wie Lektoren, Messdiener oder die Altentagesstätte einen hellen und funktionalen Versammlungsort mit ausreichend Platzangebot.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales: Pfarrheim Stenden in Kerken
Das Pfarrheim und Pfarrbüro Stenden in Kerken-Stenden ist ein historisch bedeutender Ort der Gemeinde, der seit Jahrhunderten als zentraler Versammlungs- und Arbeitsraum dient. Der Bau des Gebäudes geht auf die Initiative des Architekten Dionysius Nieukerk zurück, der nach über einem Jahr Planung und Bauzeit einen passenden Ort für die Kirchengemeinde schuf. Das Pfarrheim bietet nicht nur Raum für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen, sondern auch für die Altentagesstätte, die sich im hellen und lichtdurchfluteten Saal befindet. Damit erfüllt es die vielfältigen Bedürfnisse der Gemeinde – von der Vorbereitung des Gottesdienstes bis hin zur Betreuung älterer Menschen.
Die Ursprünge des Geländes reichen bis ins Mittelalter zurück: Im 12. Jahrhundert entstanden in der Region erste Beginenhöfe, deren Spuren bis heute in architektonischen Zeugnissen nachweisbar sind. Besonders prägend war die Zeit des Klosterlebens in Nieukerk, dessen Gebäude später zugeschüttet wurden. Heute sind noch zwei gotische Keller mit Kreuzgratgewölben aus Backstein erhalten – ein seltener Zeuge der mittelalterlichen Baukunst. Die gotischen Elemente, darunter Mittelpfeiler mit abgefassten Kanten, unterstreichen die historische Bedeutung des Ortes und machen ihn zu einem einzigartigen Ort in der Region.
Nach der Aufhebung des Klosters im 16. Jahrhundert wurden die Gebäude umgenutzt. 1610 entstanden an dieser Stelle Häuser für die Vikarie und das Pastorat, die später durch Brände und bauliche Anpassungen erweitert wurden. Im 19. Jahrhundert erfolgte eine Rückführung der Bausubstanz, bei der nicht mehr passende Anbauten entfernt wurden, um den Stendener Dom wieder in seiner ursprünglichen Gestalt freizulegen. Diese Maßnahmen sorgten dafür, dass der Kirchenbau heute als frei stehende, historische Kirche wahrgenommen wird – ein zentrales Element des Ortsbildes.
Das Pfarrheim selbst ist heute eng mit der Kirche verbunden und bietet eine praktische Lösung für den Gemeindealltag. Eine neu geschaffene Zuwegung vom Parkplatz ermöglicht einen schnellen Zugang sowohl zum Pfarrheim als auch zur Kirche, während die Fläche zwischen Terrasse und Parkplatz nutzbar gestaltet wurde. Damit wird nicht nur die Mobilität der Besucher verbessert, sondern auch der Gemeinschaftsraum für weitere Aktivitäten geöffnet. Das Pfarrheim steht damit für die lebendige Verbindung von Tradition und moderner Nutzung – ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart der Kirchengemeinde aufeinandertreffen.