St. Peter und Paul Kirche
Highlights
- Die St. Peter und Paul Kirche in Aldekerk ist eine denkmalgeschützte neugotische Backsteinbasilika aus dem 19. Jahrhundert.
- Sie verfügt über kunstvolle Ranken- und Wandmalereien von J. Rensing und Gerhard Lamers sowie Fenster von Friedrich Stummel.
- Die Kirche beherbergt drei neugotische Altäre, eine dreimanualige Orgel mit ca. 3.000 Pfeifen und vier Glocken aus dem Jahr 1949.
Tipps
- Die Kirche St. Peter und Paul in Aldekerk ist eine neugotische Backsteinbasilika mit sehenswerten Altären und historischen Malereien aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.
- Sonntags sind geführte Rundgänge möglich, ansonsten ist die Kirche tagsüber meist nicht zugänglich – vorherige Erkundigung empfohlen.
- Bei Renovierungsarbeiten wurden Teile der originalen Bemalungen freigelegt; die Fenster stammen weitgehend von Friedrich Stummel und Wilhelm Derix.
Eigenschaften
Über St. Peter und Paul Kirche
Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Aldekerk ist ein denkmalgeschütztes Sakralgebäude und zentraler Bestandteil der Katholischen Pfarrei St. Dionysius Kerken im Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche erfolgte im Jahr 1218. Damals erhielt sie das Recht zur Taufe und zur Bestattung. Ab 1274 verfügte sie über einen eigenen Pfarrer und etablierte sich als eigenständige Pfarrgemeinde. Seit 1821 gehört die Kirche zum Bistum Münster.
Das heutige Kirchengebäude ist eine neugotische Pseudobasilika aus Backstein, die im 19. Jahrhundert erbaut wurde. Sie folgte einer Vorgängerkirche aus dem 15. Jahrhundert, die mehrfach zerstört und wieder aufgebaut worden war. Der Westturm ist vorgeschoben angelegt. Die Innenräume sind reichhaltig ausgestattet, insbesondere mit großflächigen Wand- und Gewölbemalereien von J. Rensing sowie Rankenmalereien von Gerhard Lamers. Die Fenster stammen aus den Jahren um 1905 und 1914 und wurden von Friedrich Stummel entworfen und von Wilhelm Derix ausgeführt. In den 1950er Jahren waren die Wände weiß getüncht worden, die historischen Bemalungen konnten in den 1970er Jahren bei Renovierungsarbeiten wieder freigelegt werden.
Die Innenausstattung umfasst mehrere kunstvolle Altäre: Der Hauptaltar von 1905 zeigt bei geöffneten Flügeln das Kreuzopfer Christi, bei geschlossenen Flügeln das dreifache Amt Christi. Der Marienaltar von 1881 wurde von François Perey gefertigt und thematisch auf das Leben Mariens ausgerichtet. Der Annaaltar von 1888 zeigt die Darstellung der Anna selbdritt sowie Szenen aus dem Leben von Joachim und Anna. Weitere bemerkenswerte Elemente sind die 14 Kreuzwegstationen, die Orgel mit etwa 3.000 Pfeifen sowie Glocken, die seit 1949 im Turm hängen. Einige Ausstattungsgegenstände wie der Taufstein von 1218 oder die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert stammen aus der Vorgängerkirche.
Die Kirche ist für Besuche zugänglich: Die sogenannte „Blaue Kapelle“ im südlichen Turm ist grundsätzlich offen. Der gesamte Kirchenraum ist sonn- und feiertags zwischen Mai und Oktober für kurze Zeit freigegeben. Dabei ist stets Rücksicht auf stattfindende Gottesdienste zu nehmen. Die Öffnungszeiten können kurzfristigen Änderungen unterliegen. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul gilt als ein eindrucksvolles Beispiel niederrheinischer Kirchenkunst und zieht mit ihrer reichen Geschichte und kunstvollen Ausstattung interessierte Besucher an.