See

Fürstenbergmaar

50169 Kerpen

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Fuerstenbergmaar in Kerpen umfasst ein 6 Hektar großes Abgrabungsgewässer mit bedeutendem Amphibienbiotop.
  • Umgeben ist das Gewässer von Röhrichten und jungen Laubmischbeständen, darunter Hänge-Birke, Rot-Eiche und Grau-Erle.
  • Das Schutzziel des 1984 ausgewiesenen NSG ist die Entwicklung stabiler Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Tipps

  • Der Ort eignet sich aufgrund der naturnahen Umgebung und der Seltenheit besuchter Tierarten wie der Kreuzkröte für Naturliebhaber.
  • Bei Regen sollte der Besuch vermieden werden, da die Wege matschig und schwer begehbar werden können.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Fürstenbergmaar

Das Fürstenbergmaar liegt im nordrhein-westfälischen Kerpen im Rhein-Erft-Kreis und zählt zu den geschützten Naturschutzgebieten des Landes. Obwohl es sich um ein künstlich entstandenes Gewässer handelt, das aus einer ehemaligen Braunkohletagebaugrube resultiert, hat sich hier ein wertvoller Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Die Fläche des Naturschutzgebietes umfasst rund 18 Hektar, wobei der sechs Hektar große See im Zentrum liegt und von Wald-, Busch- und Magergrünland umgeben ist.

Das Areal bietet feuchtigkeitsliebenden Pflanzenarten sowie verschiedenen Tierarten, darunter auch bedrohte Amphibien wie die Kreuzkröte, einen geeigneten Lebensraum. Um das Gewässer herum erstrecken sich Röhrichtzonen sowie junge Laubmischbestände, in denen unter anderem Hänge-Birke, Grau-Erle, Roteiche und Hybrid-Pappeln bestandsbildend wirken. Die umliegenden Hänge mit einer Steigung von 1:3 sind mit einer Vielzahl heimischer Laub- und Nadelbäume bewachsen und tragen zur strukturellen Vielfalt des Gebiets bei.

Das Schutzziel des Naturschutzgebietes besteht darin, einen nachhaltig stabilen Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu fördern. Dabei steht die natürliche Sukzession im Vordergrund. Um den ökologischen Wert des Areals langfristig zu sichern, werden Eingriffe vermieden und der naturnahe Waldbau gefördert. Freizeitnutzung wird eingeschränkt, um die empfindlichen Lebensräume nicht zu gefährden. Das Fürstenbergmaar gilt trotz seines künstlichen Ursprungs als bedeutendes Biotop, insbesondere für an Wasser gebundene Arten.

Das Gelände ist weniger frequentiert, was zu einer ruhigen Atmosphäre beiträgt, die den Naturerfahrungswert erhöht. Besucher berichten von einer artenreichen Vegetation und einem abwechslungsreichen Lebensraum, der sich trotz der industriellen Vorgeschichte naturnah entwickelt hat. Lediglich bei Regen wird von einem Besuch abgeraten, da die Wege dann schwer passierbar sein können.

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