Kirche/Kloster

St. Petrus und Maternus

Bachstraße 9, 53506 Kesseling

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Petrus und Maternus

Die Pfarrkirche St. Petrus und Maternus in Kesseling im Landkreis Ahrweiler ist ein bedeutender sakraler Bau in Rheinland-Pfalz. Die Kirche steht auf einer Anhöhe über dem Ort und verbindet baugeschichtlich verschiedene Epochen. Der älteste erhaltene Teil ist der romanische Chorturm aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, der sich östlich des Kirchenschiffs erhebt. Dieser Turm mit Rautendach und eingezogener Halbkreisapsis zählt zu den bemerkenswerten Zeugnissen mittelalterlicher Baukunst in der Region.

Das heutige Kirchengebäude besteht im Wesentlichen aus einem 1791 errichteten einschiffigen Langhaus mit dreiseitigem Ostschluss. Der romanische Turm bildet dabei die mittlere Wand des fast quadratischen Chorraums, der heute als Sakristei genutzt wird. Im Inneren der Kirche ragt der barocke Hochaltar hervor, der ursprünglich für die Abteikirche Maria Laach geschaffen wurde. Er gelangte nach der Säkularisierung der Abtei im Jahr 1802 in die erweiterte Pfarrkirche von Kesseling. Aufgrund der geringen Deckenhöhe musste der mittlere Altaraufsatz entfernt werden, was jedoch nichts von der geschichtlichen und künstlerischen Wertigkeit mindert.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Kirche ist die Orgel, die 1885 von der Firma Johannes Ibach & Sohn als mechanische Schleifladenorgel erbaut wurde. Sie erhielt ein neugotisches Gehäuse, wobei einige Register der Vorgängerorgel übernommen wurden. In den Jahren 1948, 1970 und zuletzt 2004/2005 wurde das Instrument mehrfach umgebaut und restauriert. Besonders die letzte Instandsetzung durch Orgelbau Merten brachte die Orgel weitgehend in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Die Kirche St. Petrus und Maternus gilt als kulturelles Zentrum des Ortes und zieht mit ihrer erhabenen Lage und barocken Ausstattung Kirchenbesucher und Interessierte der regionalen Geschichte an.

Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits 762 wurde das Gelände von Pippin dem Jüngeren der Abtei Prüm geschenkt, die reichen Besitz in Kesseling hielt. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche St. Petrus erfolgte 772. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Anlage zu einer wichtigen sakralen Stätte im Ort, deren bauliche Substanz sowohl romanische als auch barocke Einflüsse zeigt. Die Kirche steht unter dem Patronat der Heiligen Petrus und Maternus und ist bis heute ein aktiver Gottesdienstort.

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