Museum

Museumsdepot Wissenschaftspark

Kuhnkestraße 6, 24118 Kiel

Highlights

  • Das Museumsdepot im Wissenschaftspark Kiel bewahrt über 45.000 historische Objekte zur Stadt- und Schifffahrtsgeschichte seit 1965.
  • Hier werden Alltagsgegenstände und Schätze aus 200 Jahren Kieler Geschichte erstmals präsentiert und für zukünftige Ausstellungen dokumentiert.
  • Ein Workshopraum zeigt, wie Objekte gesammelt, inventarisiert und in der Sammlung verarbeitet werden.

Tipps

  • Im Workshopraum können Besucher die Abläufe der Objekterfassung und -dokumentation selbst nachvollziehen und so die Arbeit hinter der Sammlung besser verstehen.
  • Die Führung durch die Fischhalle richtet sich speziell an Kinder ab fünf Jahren und verbindet spielerisch historische Aspekte der Seefahrt mit interaktiven Elementen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Wissenschaftspark Kiel: Museumsdepot entdecken

Das Museumsdepot Wissenschaftspark in Kiel ist ein faszinierender Ort, der Einblicke in die vielfältige Geschichte der Stadt bietet – von maritimem Erbe bis zu industrieller Entwicklung. Als Teil des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums bewahrt es über 45.000 historische Objekte, die die kulturelle und technische Geschichte Kiels dokumentieren. Besonders spannend ist die Reflexion über die Sammlungspraxis: Wie entstehen solche Bestände, und welche Objekte fehlen noch, um die Stadtgeschichte noch umfassender zu erzählen? Die Ausstellung verbindet dabei Schätze aus den Anfängen mit aktuellen Neuzugängen und lädt Besucher*innen ein, die Entwicklung der Sammlung aktiv mitzugestalten.

Ein Highlight ist der historische Keller des Warleberger Hofes, der mit einer kleinen Schau zur vorindustriellen Geschichte Kiels lockt. Hier wird die Verbindung von Stadtentwicklung und maritimem Leben greifbar – von der Fischerei bis zu den prägenden Ereignissen wie dem Matrosenaufstand von 1918. Die Ausstellung ist besonders für ältere Besucher*innen und Kulturinteressierte zugänglich gestaltet, etwa durch den Blog mit vertiefenden Inhalten. Ergänzt wird das Angebot durch die Fördegalerie, die sich mit stadthistorischen Fragestellungen und maritimer Kunst auseinandersetzt.

Für Neugierige und Entdecker*innen gibt es hinter den Kulissen Einblicke: Im Workshopraum können Besucher*innen selbst die Schritte der Objekterfassung ausprobieren – von der Inventarisierung bis zur digitalen Dokumentation. Wer mehr über Handwerk und Technik erfahren möchte, findet in der Howaldtschen Metallgießerei spannende Führungen, bei denen die historischen Gussprozesse live erlebt werden können. Besonders die Verbindung von Industriegeschichte und Alltagsleben Kiels wird hier lebendig: von den Werften über die Schwentinemündung bis zu den sozialen Veränderungen durch Industrialisierung.

Das Programm richtet sich an alle Altersgruppen: Kinderführungen ab fünf Jahren beantworten Fragen wie „Was macht ein Seehund im Museum?“ und führen durch die Fischhalle, während Themenführungen für Erwachsene vertiefende Einblicke bieten – etwa zur Rolle der Werften, der Revolution von 1918 oder der dänisch-deutschen Kulturgeschichte. Auch spezielle Angebote wie die Familienführung „Entdeckungstour“ oder die Fährenfahrt zu Georg Howaldts Wirkungsstätten machen das Depot zu einem Ort für gemeinsame Erlebnisse. So wird Geschichte nicht nur gesehen, sondern erlebt – von den Gewölben des Warleberger Hofs bis zu den Hallen der Metallgießerei.

Das Museumsdepot Wissenschaftspark zeigt damit, wie Geschichte lebendig bleibt: als Spiegel der Vergangenheit, als Werkzeug für die Gegenwart und als Inspiration für die Zukunft. Ob als Ergänzung zu anderen kulturellen Orten wie dem Stadtmuseum Warleberger Hof oder als eigenständiges Ziel – das Depot verbindet maritimes Erbe, industrielle Pionierarbeit und partizipative Museumspädagogik zu einem einzigartigen Erlebnis in Kiels kultureller Landschaft.

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