Kierspetal
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Kierspetal in Kierspe umfasst 22,82 Hektar entlang der Kierspe und schützt naturnahe Talbereiche.
- Es beherbergt gefährdete Arten wie Graureiher, Groppe und Neuntöter sowie seltene Pflanzen wie Teufelsabbiss und Kuckucks-Lichtnelke.
- Das Gebiet wurde 2003 zum Naturschutzgebiet erklärt und umfasst fünf Teilflächen von Romberg bis zur Mündung in die Volme.
Tipps
- Das Gelände umfasst mehrere Teilflächen entlang der Kierspe – ein Rundgang lohnt sich, um verschiedene Lebensräume zu entdecken.
- Im NSG sind selten gewordene Arten wie der Graureiher oder der Neuntöter nachgewiesen – ruhiges Verhalten erhöht die Chance zur Beobachtung.
- Wald- und Auenbereiche bieten Schatten und Nistplätze – besonders bei feuchtem Wetter zeigen sich hier auch seltene Pflanzenarten.
Eigenschaften
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Das Naturschutzgebiet Kierspetal liegt in der Gemeinde Kierspe im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen und erstreckt sich entlang des Flusslaufs der Kierspe. Es umfasst eine Fläche von 22,82 Hektar und gliedert sich in fünf Teilbereiche, die sich vom westlichen Ortsteil Romberg bis hin zum Nordosten, wo die Kierspe in die Volme mündet, entlang des Tals erstrecken. Das Gebiet wurde aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit sowie seiner ökologischen Bedeutung zum Naturschutzgebiet erklärt.
Das Kierspetal umfasst naturnahe Talbereiche, in denen verschiedene Bäche wie die Lammecke, die Hemecke und ein namenloser Siepen münden. Diese feuchten bis nassen Lebensräume werden überwiegend von Wald- und Grünlandgesellschaften geprägt. Im NSG finden sich verschiedene Waldtypen, darunter Bach-Erlen-Eschenwälder, Silberweiden-Auenwälder sowie kleinere Eschen-Auenwaldfragmente. Hinzu kommt ein Teich mit Verlandungszone, der ebenfalls zum Schutzgebiet gehört und wichtige ökologische Funktionen erfüllt.
Das Naturschutzgebiet dient dem Erhalt und der Entwicklung dieser natürlichen Talbereiche sowie als Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Es wurde ausdrücklich wegen seiner landschaftlichen Eigenart und Einzigartigkeit unter Schutz gestellt. Besonderer Schutz genießen hier Arten, die gemäß der EU-FFH-Richtlinie (Anhang IV) sowie der EU-Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) von besonderer Bedeutung sind, darunter der Graureiher, die Groppe und der Neuntöter.
Die Tierwelt im Kierspetal ist vielfältig und beherbergt zahlreiche nach der Roten Liste Nordrhein-Westfalens gefährdete Arten. Dazu gehören unter anderem der Dukaten-Feuerfalter, das Kleine Wiesenvögelchen, der Baumweißling und das Komma-Dickkopffalter. Auch verschiedene Amphibien und Reptilien sind im Gebiet nachgewiesen, darunter die Ringelnatter, die Waldeidechse, der Fadenmolch und der Grasfrosch. Diese Artenvielfalt unterstreicht die Bedeutung des NSG für den Arten- und Naturschutz in der Region.
Auch die Pflanzenwelt des Kierspetals ist bemerkenswert. Zu den seltenen und geschützten Pflanzenarten gehören das Gefleckte Knabenkraut, der Teufelsabbiss, die Sumpf-Dotterblume, die Kuckucks-Lichtnelke sowie der Wiesen-Knöterich. Diese Arten profitieren von den feuchten Lebensbedingungen und der naturnahen Ausprägung des Geländes. Das Naturschutzgebiet Kierspetal ist damit ein wichtiges Biotop im südlichen NRW und ein lohnendes Ziel für Naturliebhaber und Naturschutzinteressierte.
Wetter & Pollenflug am Standort
Häufige Fragen zu Kierspetal
Wo liegt das Naturschutzgebiet Kierspetal?
Quelle: wikipedia
Wie groß ist das Naturschutzgebiet Kierspetal?
Quelle: wikipedia
Welche Tierarten sind im NSG Kierspetal besonders geschützt?
Quelle: wikipedia
Welche Pflanzenarten kommen im Kierspetal vor?
Quelle: wikipedia
Warum wurde das Kierspetal zum Naturschutzgebiet erklärt?
Quelle: wikipedia