Kirche/Kloster

Stephanus-Kirche

Zwingerhof 2, 75249 Kieselbronn

Highlights

  • Die Stephanus-Kirche in Kieselbronn beherbergt eine restaurierte spätgotische Gebeinkammer aus dem 13.–14. Jahrhundert mit einem Vesperbild aus dem 1500.
  • Ein Sandstein-Grabmal aus dem 14. Jahrhundert wurde bei Renovierungen in die Chorwand integriert; die Kirche bietet rollstuhlgerechten Zugang und Parkplatz.
  • Seit 1965 ziert ein Kreuzentwurf von Professor Fritz Theilmann den Chorraum; die Gemeinde fördert seit 1998 inklusive Arbeit für alle Altersgruppen.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in die Stephanus-Kirche und erleichtert so die Teilnahme an Veranstaltungen für alle Besucher.
  • Ein barrierefreier Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Kirche steht zur Verfügung und bietet ausreichend Platz für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Im Innenraum der Stephanus-Kirche sind historische Grabplatten und restaurierte Relikte aus dem Mittelalter wie das spätgotische Vesperbild aus dem 15. Jahrhundert ausgestellt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Stephanus-Kirche Kieselbronn – Sakraler Ausflug

Die Stephanus-Kirche in Kieselbronn ist ein historisches Juwel und ein zentraler Ort des kulturellen und religiösen Lebens in der Region. Als evangelische Kirche vereint sie über Jahrhunderte alte Tradition mit moderner Gemeindearbeit und bietet Besuchern eine einzigartige Verbindung von Spiritualität und regionaler Geschichte.

Das Gebäude selbst trägt Spuren einer bewegten Vergangenheit. Bei archäologischen Untersuchungen wurden unter anderem Überreste einer mittelalterlichen Gebeinkammer entdeckt, die im 19. Jahrhundert verschlossen und später wiederentdeckt wurde. Die freigelegten Knochen und Grabbeigaben geben Einblicke in die Bestattungssitten des Mittelalters. Besonders beeindruckend ist ein spätgotisches Vesperbild aus dem 16. Jahrhundert, das bei der Aufarbeitung der Kammer gefunden und restauriert wurde. Das figürliche Marienbild mit dem toten Christus zählt zu den seltenen Zeugnissen der Kunstgeschichte der Region.

Ein weiteres historisches Relikt ist eine Grabplatte aus rotem Sandstein, die ursprünglich vor dem Altar lag und heute in der Nordwand des Chorraums eingelassen ist. Die Inschrift erinnert an Johannes, Rektor der Kirche zu Kieselbronn, der im Jahr 1383 verstarb. Solche Funde unterstreichen die lange Tradition der Stephanus-Kirche als Ort der Verehrung und des Gedenkens.

Die Gemeindearbeit der Stephanus-Kirche ist ebenso vielfältig wie ihre Geschichte. Von der Kinder- und Jugendarbeit bis hin zu Angeboten für ältere Menschen reicht das Spektrum der Aktivitäten. Besonders hervorzuheben ist das Kreuz im Chorraum, das seit 1965 von Professor Fritz Theilmann gestaltet und vom Kieselbronner Schmiedemeister K. umgesetzt wurde. Es verbindet sakrale Symbolik mit lokaler Handwerkskunst und dient als stille Andacht für Besucher.

Praktisch ist die Stephanus-Kirche auch für Menschen mit eingeschränktem Mobilitätsradius zugänglich. Ein rollstuhlgerechter Eingang und Parkplatz sowie ein barrierefreies WC machen den Besuch für alle möglich. Die Kirche lädt somit nicht nur zur spirituellen Auseinandersetzung ein, sondern auch zum Verweilen in einer Atmosphäre, die Geschichte und Gegenwart verbindet.

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