Denkmal/Gedenkstätte

Östliches Schneiderloch

Unteremmendorf 14, 85125 Kinding-Unteremmendorf

Highlights

  • Das Östliche Schneiderloch ist eine begehbare Karsthöhle im Burgstall Torfelsen bei Unteremmendorf.
  • Es liegt talwärts rechts des Felsentors und ist über eine Eisenleiter erreichbar.
  • Die Höhle war ein Bestandteil der mittelalterlichen Burganlage der Familie Emmendorf.

Tipps

  • Das Östliche Schneiderloch ist über eine fest montierte Eisenleiter zu erreichen, die erste Kletterstufe erfordert Trittsicherheit.
  • Vom Parkplatz in Unteremmendorf führt ein steiler Weg direkt zum Felsentor, alternativ kann der Altmühltal-Panoramaweg genutzt werden.
  • Das Felsentor ist Teil eines geschützten Geotops, der Besuch der begehbaren Höhlen sollte daher respektvoll und ohne eigenes Klettern erfolgen.

Eigenschaften

Outdoor Parkplatz vorhanden Aktiv Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Östliches Schneiderloch

Das Östliche Schneiderloch ist eine naturgeschützte Karsthöhle im Bereich des Burgstalls Torfelsen bei Kinding-Unteremmendorf im Landkreis Eichstätt, Bayern. Es liegt talwärts rechts des Felsentors und zählt zu den geologischen Besonderheiten der Region. Die Höhle ist über eine fest montierte Eisenleiter erreichbar und bietet auf einer Länge von etwa 30 Metern eine begehbare Höhlenstrecke. Sie war einst Bestandteil der mittelalterlichen Burganlage und wird heute gelegentlich für Freizeitzwecke genutzt.

Das Felsentor, durch das der Panoramaweg führt, stellt eine markante Naturbrücke dar, die durch einen Höhleneinsturz entstanden ist. Es dient als Zugang zum ehemaligen Burgstall, der auf einer Hochfläche des Altmühltals thront. Die gesamte Anlage, einschließlich der Höhlen, ist Teil eines archäologisch und geologisch bedeutsamen Denkmals. Das Gelände wird vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege unter der Nummer D-1-7034-0120 als Bodendenkmal geführt. Die enge Verknüpfung von Naturphänomen und Kulturgeschichte macht den Ort zu einem interessanten Ausflugsziel.

Die Region rund um das Östliche Schneiderloch war im Mittelalter von strategischer Bedeutung. In unmittelbarer Nähe liegen weitere Burgenreste wie der Hubertusfelsen und der Saufelsen, die vermutlich von derselben Adelsfamilie erbaut wurden. Diese drei Burgen standen im Zusammenhang mit dem Ministerialengeschlecht der Emmendorfer, das erstmals im frühen 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Die Burganlage verlor im Laufe der Zeit ihre Bedeutung, und die Höhlen fielen zunehmend der natürlichen Entwicklung über.

Das Östliche Schneiderloch ist über den Altmühltal-Panoramaweg oder von Unteremmendorf aus zu erreichen. Der Aufstieg von unten ist steil und erfordert Trittsicherheit, da der direkte Weg über Privatgelände führt. Alternativ kann der Panoramaweg genutzt werden, der über eine gut ausgebauten Route oberhalb des Ortes zum Felsentor führt. Parkplätze befinden sich sowohl im Ort Unteremmendorf als auch oberhalb in Richtung Irlahüll. Die Höhle selbst ist nicht ausgebaut und wird ohne technische Sicherungen betreten, was eine gewisse Eigenverantwortung erfordert.

Das Geotop des Östlichen Schneiderlochs ist beim Bayerischen Landesamt für Umwelt unter der Nummer 176R018 registriert. Im Höhlenkataster der Fränkischen Alb trägt es die Bezeichnung I 5a. Die Höhle verfügt heute nur noch über geringe Sinterschmuckausprägungen, was jedoch ihre geologische und landschaftliche Bedeutung nicht mindert. Als Teil des Felsentors und der ehemaligen Spornburg Torfelsen bleibt das Östliche Schneiderloch ein Zeugnis vergangener Epochen und ein lohnendes Ziel für natur- und geschichtsinteressierte Besucher.

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