Arndthöhle bei Attenzell
Highlights
- Die Arndthöhle bei Attenzell ist eine etwa 30 Meter tiefe Schachthöhle im Naturpark Altmühltal.
- Die Höhle dient heute mehreren Fledermausarten als wichtiger Überwinterungsplatz und ist über den Mühlenweg erreichbar.
Tipps
- Taschenlampe oder Stirnlampe mitnehmen, da die Höhle nicht beleuchtet ist.
- Gute Schuhe tragen, da es in der Höhle glatt und uneben sein kann.
- Jacke dabeihaben, da es innen kühl ist, und die Treppe mit 80 Stufen hat.
Eigenschaften
Über Arndthöhle bei Attenzell
Die Arndthöhle bei Attenzell ist eine eindrucksvolle Schachthöhle im oberbayerischen Landkreis Eichstätt, unweit des Dorfes Attenzell, einem Ortsteil des Marktortes Kipfenberg. Gelegen am Rand einer felsigen, mit Buschwerk bewachsenen Mulde, öffnet sich der markante Eingang der Höhle lochartig in die Tiefe. Mit einer Tiefe von etwa 30 Metern und einem Raumvolumen, das Karl Kugler einst als „Größe einer mittelmäßigen Kirche“ beschrieben hat, zählt die Arndthöhle zu den bemerkenswerten geologischen Phänomenen der Region.
Die Höhle entstand durch natürliche Karstprozesse: Kalkstein wurde über Jahrtausende durch kohlensäurehaltiges Wasser aufgelöst und von Wasserströmen ausgewaschen. Der Zugang zur Höhle erfolgt über eine gesicherte Treppe mit etwa 80 Stufen, die den Besuchern den Abstieg in das Innere ermöglicht. Am tiefsten Punkt der Höhle erstreckt sich ein hallenartiger Raum, von dem aus zwei fast verschüttete Abflusskamine weiter in das Berginnere führen. Diese Kamine zeugen von der dynamischen Entstehungsgeschichte der unterirdischen Hohlräume.
Archäologische Funde in der Arndthöhle belegen eine Nutzung über mehrere Epochen hinweg. Keramikreste aus der Urnenfelder- bis Hallstattzeit sowie aus dem Hoch- und Spätmittelalter deuten auf wiederholte menschliche Aktivitäten hin. Tierknochen und Hinweise aus historischen Quellen legen nahe, dass die Höhle möglicherweise als Opferschacht oder Abfallgrube genutzt wurde. Heute dient sie als wichtiges Winterquartier für mehrere Fledermausarten, weshalb der Besuch von Oktober bis März aus Naturschutzgründen untersagt ist.
Die Arndthöhle ist über den gut ausgeschilderten Mühlenweg, eine Schlaufe des Altmühltal-Panoramaweges, zu Fuß erreichbar. Wanderer benötigen für den Weg vom nahegelegenen Parkplatz in Arnsberg etwa 45 Minuten. Der Weg führt durch eine landschaftlich reizvolle Region im Naturpark Altmühltal, der südlich des Altmühltals liegt und zur südlichen Frankenalb gehört. Der Höhleneingang selbst liegt auf einer Höhe von etwa 468 Metern über dem Meeresspiegel.
Der Besuch der Höhle ist individuell möglich und erfordert keine Führung. Aufgrund der Dunkelheit und Kühle im Inneren wird dringend empfohlen, eine Stirn- oder Taschenlampe sowie feste Schuhe und eine Jacke mitzunehmen. Der enge Raum begrenzt die Aufenthaltsdauer, und Vorsicht ist geboten, da es vereinzelt zu rutschigen Stellen und Hindernissen kommen kann. Die Treppe verfügt über einen Handlauf, dennoch ist der Aufenthalt in der Höhle grundsätzlich auf eigene Gefahr. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,5 von 5 Sternen bei zahlreichen positiven Bewertungen gilt die Arndthöhle als lohnendes Ausflugsziel für Naturliebhaber, Familien und Kulturinteressierte.