Denkmal/Gedenkstätte

Schneckentürmchen

67292 Kirchheimbolanden

Highlights

  • Das Schneckentürmchen ist ein 1880–1884 erbautes, denkmalgeschütztes Aussichtsgebäude im Schillerhain von Kirchheimbolanden.
  • Der Turm verfügt über einen spiralförmigen Aufgang mit drei Umläufen, der auf eine 4,1 Meter hohe Betonplatform führt.
  • Auf dem Turm befindet sich ein 1891 gestifteter, achteckiger Holzpavillon mit Schieferdach und Holzbänken.

Tipps

  • Der spiralförmige Aufgang des Schneckentürmchens führt nach drei Umläufen auf eine Aussichtsplattform mit Panoramablick über Kirchheimbolanden und die Umgebung.
  • Der hölzerne Aussichtspavillon auf dem Turm ist mit fünf Holzbänken ausgestattet und bietet Platz zum Verweilen und Beobachten.
  • Das Schneckentürmchen liegt im Stadtteil Schillerhain, nahe des Wartturms und weiterer Freizeiteinrichtungen wie Skatepark und Beachvolleyballfeld.

Eigenschaften

Outdoor Bildung Romantisch Kulturell Ganzjährig

Über Schneckentürmchen

Das Schneckentürmchen ist ein unter Denkmalschutz stehender Aussichtsturm im pfälzischen Kirchheimbolanden. Es liegt im Stadtteil Schillerhain, rund 700 Meter westlich des Stadtkerns auf dem Gelände des ehemaligen Schillerhains. Der Turm wurde zwischen den Jahren 1880 und 1884 errichtet und zählt heute zu den kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Region. In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere Einrichtungen wie die Villa Michel, das Heilpädagogium Schillerhain sowie das Rehabilitationszentrum der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. Auch Freizeitflächen wie das Jakob-Enders-Stadion, ein Skatepark und ein Beachvolleyballfeld befinden sich in direkter Umgebung.

Baulich unterscheidet sich das Schneckentürmchen durch seine besondere Konstruktion: Statt einer herkömmlichen Treppe führt ein spiralförmiger Weg in drei Umläufen auf eine 4,10 Meter hoch liegende runde Betonplatform mit 7,80 Metern Durchmesser. Diese Plattform bildet die Basis für den darauf stehenden achteckigen Holzpavillon, der als gründerzeitliches Belvedere errichtet wurde. Der Pavillon ist 7,40 Meter hoch, verfügt innen über fünf Holzbänke und ist mit einem schiefergedeckten Dach versehen. Die Schneckengestalt des Turms wird besonders deutlich, wenn man den Aufgang von oben betrachtet.

Der hölzerne Aussichtspavillon wurde 1891 von den Brüdern Karl und Heinrich Giessen gestiftet. Damals befanden sich auf dem Gelände des Schillerhains mehrere Pavillons und Denkmale, von denen heute nur noch das Schneckentürmchen erhalten geblieben ist. Ursprünglich war der Turm Teil einer größeren kulturellen Gestaltung des Geländes, die im Zusammenhang mit dem 100. Geburtstag Friedrich Schillers im Jahr 1859 initiiert wurde. Die „Schiller-Stiftung“ und das „Schiller-Komitee“ waren maßgeblich an der Entwicklung der Anlage beteiligt.

Das Schneckentürmchen bietet einen Panoramablick über Kirchheimbolanden, den Donnersberg sowie das rheinhessische Hügelland – eine Aussicht, die auch vom nahegelegenen Wartturm genießbar ist. Der Zugang zum Turm ist das ganze Jahr über kostenlos und ohne Einschränkungen möglich. Parkplätze in der näheren Umgebung ermöglichen eine bequeme Anreise. Die Beschilderung vom Stadtkern aus weist den Weg zum Schillerhain und damit zum Turm.

Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,5 von 5 Sternen bei zahlreichen Besucherbewertungen zählt das Schneckentürmchen zu den beliebten Kulturdenkmälern in der Region. Besucher loben die ruhige Atmosphäre sowie den ungewöhnlichen Aufstieg, der an eine Schnecke erinnert. Die Kombination aus historischem Bauwerk, landschaftlichem Standort und der Verbindung zur kulturellen Geschichte des Schillerhains machen das Schneckentürmchen zu einem sehenswerten Ausflugsziel im Donnersbergkreis.

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