Kreuz an der Kirche
Highlights
- Die Kirche Heiligkreuz in Mehring ist ein spätgotisches Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert.
- Stifter war der Burghauser Bürger Michael am Steg, der 1397 eine Kapelle stiftete.
- 1953 wurde die Kirche renoviert und purifiziert, dabei kamen Fresken aus verschiedenen Epochen zum Vorschein.
Tipps
- Besucher finden die spätgotische Kirche Heiligkreuz südlich von Burghausen, direkt am Kirchplatz in Mehring.
- Die 1477 geweihte Kirche zeigt barocke und gotische Elemente, darunter Figuren von Oxner und Lindt sowie erhaltene Fresken.
- In der Nähe des Chors ist der Grabstein des Stifters Michael am Steg aus dem Jahr 1409 zu sehen.
Eigenschaften
Über Kreuz an der Kirche
Das „Kreuz an der Kirche“ in Mehring ist ein sakraler Kulturpunkt, der eng mit der spätgotischen Kirche Heiligkreuz verbunden ist. Diese Kirche liegt im Süden der Stadt Burghausen im Bundesland Rheinland-Pfalz und zählt zu den bedeutenden historischen Bauten der Region. Die Anlage wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert und spiegelt verschiedene Epochen der deutschen Kirchenarchitektur wider.
Die Ursprünge der Kirche gehen auf eine Kapelle zurück, die 1397 von dem wohlhabenden Burghauser Bürger Michael am Steg gestiftet wurde. Diese erste Anlage diente auch der Abhaltung einer Wochenmesse und befand sich ursprünglich in unmittelbarer Nähe zu einer ehemaligen Leprosenanstalt. Bereits ein Jahr später wurde die Kapelle in den Pfarreibereich von Mehring eingegliedert. Im Zeitraum von 1447 bis 1477 erfolgte der Neubau des Gotteshauses, der auf Initiative der Herzogin Hedwig von Niederbayern durch den örtlichen Steinmetzmeister Hans Wechselberger realisiert wurde. Die Weihe des Bauwerks erfolgte durch Weihbischof Albert Schönhofer aus Passau.
Die heutige Gestaltung des Kirchenraums ist das Ergebnis mehrerer Umbauten und Restaurierungen. Während des 17. und 18. Jahrhunderts wurde der Innenraum barockisiert. In den 1950er Jahren wurde eine umfassende Renovierung durchgeführt, bei der unter anderem die Kreuzigungsgruppe als neuer Hochaltar aufgestellt wurde. Diese stammt aus dem Jahr 1953. Weitere bemerkenswerte Werke sind die Figuren von Maria und Johannes, die 1709 von Ferdinand Oxner geschaffen wurden, sowie die Magdalena-Figur von 1768, die auf Johann Georg Lindt zurückgeht. In der Kirche befinden sich zudem spätgotische Figuren an der südlichen Langhauswand, die möglicherweise Teil des ursprünglichen Hochaltars waren.
Architektonisch zeigt die Kirche einen unverputzten Tuffquaderbau mit einschiffigem Saalkirchenkörper. Der leicht zurückgesetzte Chor endet in einem Fünfachtelschluss, während das dreijochige Langhaus von einer Westempore überspannt wird. Besondere Merkmale sind das Südportal mit kielbogiger Form und Stabwerkverzierung sowie die Sakristei mit Rippengewölbe. Der quadratisch angelegte Westturm übergeht in ein Oktagon und trägt einen Helm mit Knauf und Kreuz. Die Bauornamentik lässt auf den Einfluss der nahegelegenen Braunauer Bauhütte schließen. Bei Renovierungsarbeiten in den 1990er Jahren wurden wertvolle Fresken aus verschiedenen Epochen freigelegt.