Naturschutzgebiet Saarenbruch
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Saarenbruch in Klieken umfasst 354 Hektar und schützt drei Elb-Altarme sowie den Saarensee.
- 97 Hektar sind als Totalreservat ausgewiesen und der natürlichen Entwicklung überlassen.
- Das Gebiet ist Teil des FFH-Gebiets „Dessau-Wörlitzer Elbauen“ und des EU-Vogelschutzgebietes „Mittlere Elbe“.
Eigenschaften
Ausflug Natur: Naturschutzgebiet Saarenbruch in Klieken erkunden
Das Naturschutzgebiet Saarenbruch in Klieken, im Herzen des Landkreises Wittenberg in Sachsen-Anhalt, ist ein beeindruckendes Beispiel für die naturnahe Vielfalt der Flusslandschaft Elbe. Es erstreckt sich über eine Fläche von rund 354 Hektar und schützt verschiedene wertvolle Ökosysteme wie Altarme der Elbe, Feuchtgebiete und den malerischen Saarensee. Seit Ende des Jahres 2003 steht das Gebiet unter Naturschutz und gehört sowohl zum FFH-Gebiet „Dessau-Wörlitzer Elbauen“ als auch zum EU-Vogelschutzgebiet „Mittlere Elbe einschließlich Steckby-Lödderitzer Forst“. Rund 97 Hektar des Areals sind als Totalreservat ausgewiesen, in dem die Natur sich weitgehend ungestört entwickeln kann.
Das Gelände gliedert sich in mehrere charakteristische Landschaftselementen: Der Kurze Wurf und die Alte Elbe sind zwei ehemalige Flussarme, die heute unterschiedliche ökologische Funktionen erfüllen. Während der Kurze Wurf noch mit der Elbe verbunden ist und natürlichen Wasserstandsschwankungen unterliegt, ist die Alte Elbe durch Deiche abgetrennt und wird über das Pumpwerk Katschbach entwässert. Beide Bereiche werden von vielfältigen Feuchtlebensräumen geprägt, darunter Röhrichtzonen, Grünlandflächen und Bruchwälder. Hier siedeln typische Pflanzengesellschaften wie Schilfrohr, Teichbinse, Wasserschwaden sowie verschiedene Riedtypen. Im nördlichen Teil des Gebiets liegt der Saarensee, der durch Hangquellen und Grundwasser gespeist wird und von einem artenreichen Erlenbruchwald umgeben ist.
Die Gewässer innerhalb des Naturschutzgebiets bieten Lebensraum für seltene Wasserpflanzen wie Laichkraut, Wassernuss und Quellmoos. Im Saarensee sowie in anderen Altwassern finden sich reichhaltige Bestände an Schwimmblättern, Teichrosen und Wasserschläuchen. Die Uferbereiche sind von feuchten Staudenfluren und typischen Riedpflanzen wie Sumpfcalla und Rispensegge geprägt. Auf dem Seeberg, der sich steil zum Elbtal hin absenkt, wachsen Kiefernforste sowie Hainbuchen- und Ulmenhänge. In den feuchteren Hangbereichen entwickeln sich Schaumkraut-Erlenbruchwälder, die zur besonderen Artenvielfalt des Gebiets beitragen.
Das Naturschutzgebiet Saarenbruch beherbergt eine Vielzahl an Tierarten, insbesondere zahlreiche Vogelarten, die hier brüten, rasten oder überwintern. Zu den typischen Bewohnern zählen unter anderem Rohrschwirl, Drosselrohrsänger, Bekassine, Kiebitz, Rohrweihe, Schleiereule und verschiedene Rallenarten sowie der seltene Kranich. Auch Fisch- und Seeadler nutzen das Gebiet als Lebensraum. Die vielfältigen Lebensräume – von offenen Gewässern über Riede und Feuchtwiesen bis hin zu Wäldern – machen das Gebiet zu einem wichtigen Biotopverbund in der Region und bieten idealen Lebensraum für eine große Bandbreite an Tier- und Pflanzenarten.
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Häufige Fragen zu Naturschutzgebiet Saarenbruch
Wo liegt das Naturschutzgebiet Saarenbruch?
Quelle: wikipedia
Wie groß ist das Naturschutzgebiet Saarenbruch?
Quelle: wikipedia
Welche Schutzgebiete umgeben das Saarenbruch?
Quelle: wikipedia
Welche Gewässer werden im NSG Saarenbruch geschützt?
Quelle: wikipedia